Archiv für den Monat: September 2006

Der Tag danach

oder: Tag 1 n.W.!

Was sich gestern abend um kurz vor 18 Uhr im Florida Eiscafé abspielte, vermag man nicht zu beschreiben. Fassungslosigkeit. Soeben waren schon die ersten Zahlen der Umfragen weit vor Bekanntgabe der ersten Prognosen durchgesickert. Sie verhießen nichts gutes. Eine Prozentzahl unter 20% wurde prognostiziert. Glücklicherweise wurde es nicht ganz so schlimm.

Ein Wechselbad der Gefühle erlitt auch ich nach Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen für Matthias Brauner. Sollte Matthias doch wirklich 14% hinter dem SPD-Kanidaten gelandet sein!? Ich konnte es nicht fassen und die Enttäuschung über das schlechte Ergebnis trotz der harten Wochen im Wahlkampf machte sich auch mit der ein oder anderen Träne breit.

Am Ende jedoch konnte ich mit Matthias dann doch noch anstoßen und mich freuen: Matthias wurde über die Bezirksliste Abgeordneter und somit war das Wahlkampfziel erreicht. Leider hat es für zwei Spandauer Kandidaten nicht gereicht.

Jetzt am Tag 1 n.W. bleiben mir starke Kopfschmerzen, die Freude über das Erreichen des Wahlkampfzieles, der Ehrgeiz der SPD in den nächsten Jahren deutliche Stimmanteile abzunehmen und die Gewissheit, dass ich zweieinhalb Kilo im Wahlkampf abgenommen habe! 😉

Tag der Abrechnung

Heute ist der 17.September. Tag der Abrechnung. Tag der Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und der Bezirksverordnetenversammlungen. Heute wird sich zeigen, ob die acht Wochen intensiver Wahlkampf den gewünschten Erfolg bringen oder nicht. Man darf gespannt sein…

Ich jedoch bin auf jeden Fall froh, dass nun endlich alles vorbei ist und demnächst wieder der Alltag einkehren wird!

Power of Politics

Durch Martin bin ich auf die Internetseite www.powerofpolitics.com aufmerksam geworden. Dort spielt man online einen Politiker und stell eigene Positionen auf. Da ich das recht interessant finde und mich keiner bestehenden Partei anschließen wollte, habe ich dort eine „eigene“ Partei gegründet: „Evangelische Jugend Deutschland (EJD)„!

Meine herzliche Einladung nun an Euch, schaut Euch das ganze mal an und macht mit!

http://www.powerofpolitics.com/TFriend.aspx?OPID=57745&RID=271&PAID=13049

Power of Politics Features
–> Spiele jederzeit und kostenlos in deinem Browser über ein modernes Flash-Interface
–> Täglich über 2000 echte Schlagzeilen von mehr als 120 deutschsprachigen Medien
–> Reale Bezirks-, Landes- und Bundesgrenzen als battle-ground
–> Reale Wählerschaften laut Statistischen Zentralamt
–> Gründe mit Freunden oder Arbeitskollegen deine eigene Partei
–> Der Parteivorsitz wird zum Schleudersitz
–> Täglich abgerechnete Meinungsumfragen
–> Manage deine Wahlkampfteams
–> Wähle aus über 100 Terminen, um deine Popularität in der Bevölkerung zu steigern
–> Auftritt bei TV-Diskussionen gegen politische Kontrahenten
–> Verfolge jeden Wahlsonntag live die spannenden Hochrechnungen und Wahlergebnisse
–> Starte Koalitionsgespräche, um Teil der Regierung zu werden
–> Verabschiede Gesetze, um das Land nach deinen Vorstellungen zu verändern

Also wer macht mit? 🙂

Kirchenrallye 2006 – Spandau besucht Berlin

Die Kirchenrallye ist eine Fahrradtour zum gestrigen Stadtkirchenfest am Roten Rathaus gewesen.
Wir sind in Spandau gestartet und dann über den U-Bhf Ruhleben zum Amt für kirchliche Dienste in der Goethestraße, über den Ernst-Reuter-Platz zum Grpßen Stern und durch das Brandenburger Tor zum Gendarmenmarkt.



Miteinander voneinander lernen

Wie die Spandauer Jugend die Ökumene lebt

Es war einmal… so beginnt jedes Märchen. Das heutige Märchen ist jedoch genau so geschehen.
Es war einmal im Jahre 2003 der erste Ökumenische Kirchentag (ÖKT) in Berlin. Schon im August 2002 saßen deshalb ein paar Jugendliche aus der Evangelischen und Katholischen Jugend Spandau um einen Tisch, um eine Jugendaktion für den ÖKT zu planen. Schon bald war klar, dass wir uns in einem Jugendgottesdienst mit anschließendem Musikfestival mit der Ökumene auseinandersetzen wollten. Was verbindet uns, was trennt uns? Doch Ziel war es natürlich die teilweise standhaften Mauern von Vorurteilen einzureißen. Das Produkt unserer Überlegungen fand unter dem Motto „Es rockt der alte Juliusturm – Zusammen reißen wir Mauern ein – beten, tanzen, feten“ dann in der Freilichtbühne Spandau mit überragendem Erfolg statt. Die über neunmonatige Vorbereitungszeit dieses Events hatte auch auf persönlicher Basis Spuren hinterlassen und so waren einige Freundschaften durch die gelebte Ökumene entstanden.
Aus dem noch frischen Gedanken der lebendigen Ökumene heraus, entstand der „Ökumenische Stammtisch“, welcher sich auch heute noch regelmäßig trifft. Grundgedanke des „Stammtisches“ ist es, den Dialog zwischen der Katholischen und Evangelischen Jugend Spandau in gelöster Atmosphäre aufrechtzuerhalten und zu intensivieren. Mit Erfolg: Heute findet kaum noch eine größere Jugendveranstaltung ohne ökumenische Zusammenarbeit im Kirchenkreis statt.
Die bis dahin rein katholischen Sportturniere der Dekanatsjugend wurden ökumenische Turniere, die sich erfreulicherweise immer mehr Zulauf aus den evangelischen Gemeinden erfreuen. Und zum „Rock da Bolzplatz“ – dem evangelischen Nachfolger der ÖKT-Aktion – im Johannesstift, kommen auch immer viele Gäste aus den katholischen Gemeinden.
Doch beschränkt sich die Zusammenarbeit nicht nur auf den Sport- und Musikbereich, sondern auch auf thematische Aktionen. In diesem Jahr fand bereits zum dritten Mal der Ökumenische Kreuzweg der Jugend statt, von dem ich im letzten Gemeindebrief berichtete. Auch gemeinsame Helferfahrten zum Evangelischen Kirchentag und zum Katholikentag sind nun nicht mehr aus Spandau wegzudenken. Vom 17.-19.November 2006 wird es zum ersten Mal eine Ökumenische Jugendfahrt geben, zu der wir noch einmal gesondert einladen werden.
Weitere Informationen zum Ökumenischen Stammtisch, die Ökumene in Spandau und über Aktionen der Jugend gibt es unter http://www.kjk-spandau.de oder per Email unter thorsten.schatz@ejbo.de.

Dies ist mein neuester und vor allem ungekürzter Beitrag im Gemeindebrief der St.Nikolai-Gemeinde zu Spandau.

Happy Birthday Anni!!!

Heute hat mein Patenkind Annika Geburtstag! Die junge Dame ist nun schon zwei Jahre alt! Der Wahlkampf hat mir jedoch verwehrt, dass wir schon heute gemeinsam feiern konnten. Aber da Anni es noch nicht so ganz versteht, dass sie heute Geburtstag hat, holen wir den Geburtstag einfach in der nächsten Woche nach! 🙂

In diesem Sinne: Happy Birthday Anni! Alles Liebe, ärgere die Eltern nicht zu doll und schalte das Handy mal aus…

Monatslosung September 2006

Als Vorsitzender der Evangelischen Jugend Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz wurde ich für die Internetseite eFUNgelisch gebeten, zur Monatslosung September 2006 mal einen Text zu schreiben. Diesen möchte ich Euch nicht vorenthalten.

Monatslosung September 2006:
Du aber, unser Gott, bist gütig, wahrhaftig und langmütig; voll Erbarmen durchwaltest du das All. (Weisheit 15, 1)

Dieser Satz strahlt Geborgenheit, Zuversicht und väterliche Geborgenheit aus. Gott als Freund und Kumpel. Als „Verwalter“ des Weltalls, der gerne auch mal ein oder zwei Augen zudrückt.
Und doch lässt mich dieser Absatz aufschauen. „Weisheit 15,1“ wird als Quelle angegeben. Das Buch der Weisheit findet sich in den Apokryphen, bei Luther unter „Die Weisheit Salomos“. Doch dies nur am Rande. Das Buch der Weisheit. Was Salomon als große Weisheit niederschrieb, lernt man heutzutage schon als Kind im KiGo. „He´s got the whole world in his hand.“ Wer kennt dieses Lied nicht?!
Er hält Dich und mich in seiner Hand. Er hält die Großen und die Kleinen, die Armen und die Reichen, die Dicken und die Dünnen. Gott ist für alle da. Immer und überall. 24 Stunden am Tag. 365 Tage im Jahr.

Doch wenn ich Nachrichten sehe, sehe, wie Menschen in sinnlosen Kriegen sterben müssen, Menschen verhungern, Jugendliche aus religiösem Fanatismus Bomben in Zügen legen, frage ich mich: „Wo ist Gott? Wo ist an dieser Stelle die Güte? Das Erbarmen?“
Eine Antwort darauf jedoch bekomme ich nicht. Die Antwort auf diese Fragen gibt jeder sich selbst. Durch seinen eigenen Glauben. Diese Unglücke, Kriege oder Naturkatastrophen sind keine Gott gewollte Strafe, es war auch nicht sein Wille, sondern diese Dinge entziehen sich dem menschlichen Verstand. „Gottes Wege sind unergründlich“ lautet ein deutsches Sprichwort. Der Glaube kann Trost und Zuversicht spenden.
Die Begegnung mit Gott und dem Glauben macht jeder von uns auf seine Art. Der eine erlebt lebendige, kulturelle, spirituelle und ökumenische Gemeinschaft in Taizé, der andere erkennt nach stundenlangem, nachdenklichem an die Wand starren einen Lösungsvorschlag schemenhaft an der Wand. Wieder ein anderer kehrt für zwei Wochen in ein Kloster ein und lebt nach dem Motto „ora et labora“ (Bete und arbeite!) und noch ein anderer findet seinen Weg zu Gott im stillen Gebet, findet so wieder Kraft in seinen Alltag zurückzukehren und geht nun gestärkt mit Gott den Weg.

Vertrauen wir doch einfach dem, der alles so wunderbar geschaffen hat und verwaltet und legen unser Leben in seine gütigen Vaterhände. Er wird es recht machen und er hält diese Welt auch noch viele Generationen nach uns in seiner Hand. Der Satz „Du aber unser Gott, bist gütig, wahrhaftig und langmütig, voll Erbarmen durchwaltest du das All“ wird von Ewigkeit zu Ewigkeit gelten, selbst wenn diese Erde einmal vergangen ist.