Adé Klinsi


Die Nachricht traf mich dann doch wie ein Schock: Jürgen Klinsmann ist zurückgetreten. Schade, aber verständlich.
Mein erster Lieblingsfussballspieler überhaupt und neben Rudi Völler der beste Bundestrainer, den ich mir vorstellen kann, sagt nun „Adé“!

Ich kann die Leute, die nun sauer auf ihn sind, nur sagen: IHR seid sicherlich der Grund, warum er aufgehört hat. All die Leute, die Klinsi jetzt in den Himmel loben, allen voran Herr Beckenbauer, haben doch vor der WM seinen Rücktritt gefordert, weil er z.B. in den USA lebt. Die Bild-Zeitung hat ihn öffentlich zerrissen. Nun, nach einer erfolgreichen WM, lieben sie ihn alle. Aber spätestens nach dem ersten schlechteren Spiel der Nationalmannschaft (in der EM-Quali) hätten sie doch allesamt wieder geschrieen! Ich kann verstehen, dass Klinsi sich das ersparen wollte.

DANKE JÜRGEN KLINSMANN! Adé und good bye!

Finale Furioso

Um 23.04 Uhr war es soweit: der Pokal wird dem neuen Weltmeister Italien überreicht.

Doch fangen wir von vorne an. Ein historischer Tag! Wir schreiben Sonntag, 09.07.2006, 15.10 Uhr in Berlin, als der FIFA-Steward Thorsten im Berliner Olympaistadion für das WM-Finale eincheckt. Das Wetter war bestens! 41°C in der Sonne und derzeit noch kein Wölkchen am Himmel.
Das sah in den letzten beiden Tagen noch anders aus: dunkle Wolken und massig Regen bestimmte das Bild über dem Austragungsort des großen WM-Finales. Es kam so viel Regen hinunter, dass am Samstag während meiner Schicht in der Final-Aufbauphase vier Tankwagen von BSR und Alba die Kelleretagen des Stadions und vor allem die unterirdischen Straßen im Bereich des Marathontores (da wo die Spieler nachher langfahren) auspumpen mussten!!! Auch der Vorplatz am Südtor stand zwanzig Zentimeter unter Wasser. Doch davon war gestern (glücklicherweise) nichts zu merken.

Vor dem Stadion hatten sich bereits knapp fünf Stunden vor Anpfiff mehrere Hundert Italiener versammelt, um entweder schon mal zu feiern oder um noch Karten zu kaufen.
Die Medientribühne war um weitere 400 Sitzplätze erweitert worden, so dass sie nun fast die komplette Breite der haupttribühne im Oberring (Block 4 bis 12( einnahm. Zum Vergleich: Bei einem Spiel von Hertha BSC finden knapp 200 Medienvertreter in den Blöcken 6 und 8 Platz (Block 7 gibt´s nicht!).

Leider, leider waren die Blöcke rund um das Marathontor zur Fankurve der Italiener erkoren worden. Nun, meine Enttäuschung über das verlorene Halbfinale war dann doch zu tief, so dass ich den Franzosen den Sieg gewünscht hätte.
Die italienischen Fans waren überaus aggressiv und konnten sehr schlecht bis gar kein Englisch. Da kam es schon mal vor, dass einer fast handgreiflich wurde, weil ich sein Italienisch nicht verstand. Aber glücklicherweise bieb es in meinem Block 12 relativ ruhig und friedlich.

Auch dieses Mal hatte ich einige Prominenz in „meinem“ Block zu verzeichnen: Gesine Schwan (ihr wisst schon: die Dame, die beinahe Bundespräsidentin geworden wäre) nebst Mann, Gianluigi Collina (den weltbesten Schiedsrichter) und Michael Steinrecher (ZDF). Zwei Blöcke weiter lief mir Oliver Geissen (mit großem, breitem Bodyguard) über den Weg.

Kurz vor Spielende war dann hinter den Kulissen Hektik angesagt: Etwa 60 bis 80 italienische Fans war es gelungen das Südtor zu durchbrechen und auf das Stadiongelände zu gelangen. Die Polzei schritt hart ein und rannte den Fans hinterher. Einige haben es wohl aber tatsächlich geschafft irgendwo in der Menge unterzutauchen.
Nach dem Spiel fanden sich vor dem Stadion etwa 1.000 Italiener ein, die im Stadion noch mitfeiern wollten…

Wieder einmal hat sich die FIFA ein Eigentor geschossen: Sie verkaufte einige Plätze einfach doppelt! Ja man mag es kaum glauben. Es handelte sich tatsächlich um Originalkarten mit ein und demselben Platz. Wahnsinn, da zahlt man 610 Euro um festzustellen, dass man nachher auf der Treppe sitzen darf, weil sein Platz ein zweites Mal verkauft wurde. Das schlimmste am ganze war jedoch, dass die FIFA-Verantwortlichen untereinander sich nciht abstimmten und so der eine andere Anweisungen gab las der andere. So rannte Hans-Goerg Felder, der außerhalb von WM der Pressesprecher von Hertha BSC ist, wie ein Irrer zwischen den Blöcken hin und her und schmiss die Volunteers, das mobile Notarzt-Team, die Wachenbesatzung des DRK in einem überaus unfreundlichen Ton raus. Mich wies er an, die Leute auf den Treppen (die mit den doppelten Karten) rauszuschmeissen.
Die Assistentin von Herrn Felder jedoch hatte verfügt, dass die Leute natürlich im Block bleiben dürfen. Und so blieben sie auch im Block!
Also wenn ich nach dem Finale nun mal resümiere und einige „Titel“ vergebe, dann kommt folgendes dabei heraus:

Verlierer der WM:

  • die FIFA: reglementiert alles, verkauft Tickets und andere Souvenirs zu überteuerten Preisen – 610 Euro für die allerletzte Reihe im Oberring und 10 Euro für ein Programmheft ist echt nicht toll!
  • Michael Ballack (Begründung siehe letzter Beitrag)
  • Hans-Georg Felder – für seinen blamablen und überzogenen Auftritts beim Finale

Gewinner der WM:

  • Jürgen Klinsmann
  • David Odonkor
  • Deutschland: ein toller Gastgeber, der das Motto „Die Welt zu Gast bei Freunden“ 1:1 umgesetzt und sich endlcih mal wieder auf sein Nationalbewusstsein besonnen hat

TOP-Teams der WM:

  • die deutsche Nationalmannschaft – ein tolles Turnier gespielt und am Ende verdient auf Platz 3 gelandet!
  • Die VDO 532 – ihr seid eine tolle Truppe! Dank an unseren Bereichsleiter Ronny, der dafür gesorgt hat, dass die Hertha-Truppe auch bei der WM als Team agieren konnte.
  • Meine DRK-Sanis aus der Station Medien – Gruß an Tobias, Anke, Robert, Torsten und den Rest der Truppe! Danke für die tollen Stunden mit Euch.
  • Meine Volunteers Micha und Jule samt ihrem Gruppenleiter Dirk, mit dem ich vieles auf dem kurzen Dienstweg klären konnte. Micha, Jule, ich werd Euch nie vergessen! Ich hoffe wir sehen usn recht häufig bei Hertha! Ihr wart super. Ohne Euch wäre es um einiges stressiger und auch langweiliger gewesen!

Und noch nen Wort zum Weltmeister Italien:
Ihr seid für mich das Verlierer-Team der Weltmeisterschaft. Ihr habt schlecht und unfair (so viele Schwalben hat sich wohl keiner geleistet) gespielt und dennoch fast immer glücklich gewonnen. Schade, dass ihr Weltmeister wurdet. Nun, bezeichnend ist ja, dass fast alle medien nicht vom Finalsieg der Italiener, sondern von der Abschiedsfeier der Deutschen bzw dem Knockout von Zidane redet… da sieht man mal den Stellenwert Eures Sieges!

PS: In dieser Woche folgen dann noch einige Fotos!

PPS: Feierabend hatte ich am 10.07.2006 um 01:10 Uhr!

Der Kampf der Statistiken

Nun, so schnell kann´s gehen im Fussball: Der Traum vom Weltmeister ist vorbei. Wie gestern schon angekündigt hatten Aila, Ralf, ToNo, die SchwieMu und ich uns getroffen, um gemeinsam das Spiel auf der Fan-Meile zu verfolgen. Iza und Rübi hatten dann leider kurz vorher abgesagt. Wir trafen schon recht früh (3,5 Stunden vor Spielbeginn) auf der Fan-Meile ein und um uns die Zeit zu vertreiben, wurden mal die Statistiken gegeneinander abgewogen:

„Deutschland hat noch nie in Dortmund verloren!“
„Statistisch gesehen, wird Deutschland in Deutschland IMMER Weltmeister!“
„Deutschland hat noch nie ein internationales Pflichtspiel gegen Italien gewonnen…“

Wie das Spiel ausging wissen wir alle. Es war an sich ein tolles Erlebnis mit Tausenden von Menschen auf eine riesige Leinwand zu starren und zu bangen. Mit ihnen zu singen und nachher auch zu weinen.
Schade jedoch, dass es nach dem Spiel zwischen frustrierten Fans zu Schlägereien kam und die Polizei hart eingreifen musste.

Und richtig sauer bin ich auf diejenigen, die während oder nach dem Spiel rumgezogen sind und die Deutschland-Fahnen von den Autos abgebrochen haben. Auch Ailas und auch dann meine Fahne mussten dran glauben.

Wir können stolz auf unsere Mannschaft sein, denn wer hätte vorher gedacht, dass wir im Halbfinale landen. Nur durch den Erfolg der Mannschaft wurde die WM zu einem tollen Stimmungserlebnis.

Verlierer der WM: die FIFA (man kann nciht alles reglementieren) und Michael Ballack (wofür wurde der eigentlich immer „Player of the match“)
Gewinner der WM: David Odonkor (Wahnsinn!!!) und Jürgen Klinsmann (Machte aus einer „Gurkentruppe“ eine weltmeisterliche Mannschaft und hatte den Mut einen David Odonkor mitzunehmen)!

Deutschland vs. Italien


Nur noch wenige Stunden (acht an der Zahl) trennen uns vom Finale. Nun, ich bin optimistisch. Nach der Zitterpartie am vergangenen Freitag gegen Argentinien kann man ja auch nur hoffen, dass das Spiel zum einen ebenso spannend wird und zum anderen, dass das Spiel doch gefälligst schon in der regulären Spielzeit deutlich entschieden wird!

Daher mein Tipp: 3:1 für Deutschland!

Das Spiel selber werde ich heute abend zusammen mit Aila, meiner SchwieMu (ach darf ich ja nciht sagen… doof), Ralf, eventuell ToNo, Christian und Izabela auf der Fanmeile Berlin schauen! Das wird bestimmt klasse. Ach ich freu mich ja schon so!!!

Mit weltmeisterlichen Grüßen
Euer Thorsten

Die Welt zu Gast beim Weltmeister

Das Berliner Olympiastadion zum Spiel Deutschland - Ecuador. Diese Bilder wurden nicht im Fernsehen gezeigt...

Die Welt zu Gast beim Weltmeister. Nun, diesen Traum leben wir noch mindestens bis heute Abend, wenn unsere Jungs gegen die Italiener ran müssen.

Da ich derzeit als FIFA-WM-Steward arbeite, ist es mir vergönnt gewesen, bei allen fünf bisher im Berliner Olympiastadion gelaufenen WM-Partien dabeigewesen sein zu dürfen. Doch es kommt ja noch das Finale. Meine Erfahrungen rund um meinen Einsatz bei der WM werde ich nach dem Finale schildern, doch schon jetzt möchte ich Euch an einigen Impressionen teilhaben lassen.



Willkommen! Bienvenue! Welcome!

… auf meinem Blog!
Auch ich konnte mich der neuesten Errungenschaft im www nicht entziehen und werde nun für mich, Dich und alle, die das eh nicht interessiert, was ich hier schreibe, mal Dinge reinposten, von denen ich glaube, dass ich sie Euch unbedingt mitteilen müsste.

Ihr dürft gespannt sein! Ich bin´s nämlich auch.

Euer Thorsten

Abfahrtstag – Freitag, 30.07.2004

Gleich nach dem Frühstück begann ich meine Verabschiedungstour durch das Kloster – wollte ich doch niemanden vergessen! Besonders herzlich wurde ich von Pater Stephan, Pater Josef und Frater Lukas verabschiedet, der mir noch eine Karte mit auf den Weg gab. Von allen wurde ich ermutigt doch noch einmal wiederzukommen…
Manuel fuhr mich dann zum Bahnhof und so endete der schöne und unvergessliche Aufenthalt im Kloster.

9.Klostertag – Donnerstag, 29.07.2004

Am Vormittag reiste dann Stefan ab und so dezimierte sich die Zahl der Berliner nun auf fünf. Am Nachmittag halfen Matthias und ich Pater Josef bei der Aufstellung einer Statisik über Übernachtungen und Einnahmen der Begegnungsstätte. Zur Kaffeezeit gesellte sich dann auch Frater Lukas zu uns. Wir haben viel miteinander gescherzt. Anschließend fing ich an meine Sachen zusammenzupacken, da ich ja morgen bereits meine Heimreise antreten musste. Die Medikamente schlugen langsam an und so viel mir das Laufen schon wieder etwas leichter – zumindest mit Verband.
Nach dem Abendessen schauten wir mit Pater Josef noch den neuen Pfarrbrief durch, der am Freitag in den Druck gehen sollte.
Danach fanden wir uns alle im Fernsehzimmer zusammen, wo ich leider kein Weltenburger mehr genießen konnte, da dies sich nicht wirklich mit meinen Antibiotika vertragen hätte.

8.Klostertag – Mittwoch, 28.07.2004

Da meine Eltern mir am Vorabend schon eindrücklich am Telefon geraten hatten doch noch einmal zum Arzt zu gehen, bat ich nach dem Frühstück wieder Frater Lukas mich zum niedergelassenen Arzt zu fahren, wo wir dann zwar den gesamten Vormittag verbrachten, aber zumindest nicht umsonst da waren. Der Arzt stellte nämlich eine „leichte Blutvergiftung durch einen Schnackenbiss“ fest. Toll. Also gingen wir noch schnell zur Apotheke um meine ganzen Antibiotika zu holen und rasten dann wieder zurück zum Kloster, wo wir dann auch um 11.50h eintrafen. Der aufmerksame Leser wird an dieser Stelle feststellen, dass wir zwei fünf Minuten zu spät zur Hore erschienen und so kam es zu der lustigen Situation, dass Frater Lukas direkt von hinten durch den Altarraum eilte um sofort weiter zum Lektorenpult zu schreiten, denn er war mit der Lesung dran! Das sah sehr lustig aus. Beim Mittagessen fing ich dann gleich an meine Tabletten zu schlucken und kam mir ziemlich dämlich mit meiner Apothekentüte vor. Nach dem Mittagsgebet erzählte ich dann allen ausführlich, was der Arzt gesagt hatte und Pater Michael war zum einen natürlich nicht erfreut über die Diagnose, aber dennoch schien es ih zu freuen, denn schließlich hatte er das schon am Montag diagnostiziert!
Nach dem Mittagessen fuhren dann leider Roland und Micha ab, da sie noch zu einer Hochzeit mussten. Von nun an hatte ich das Zimmer für mich allein. :)Am Nachmittag fuhren wir restlichen fünf – Stefan zog es vor mit seinem Fahrrad und seinem Handy allein zu sein – nach Kehlheim, wo Anselm, Daniel und Manuel schwimmen gehen und Matthias und ich uns die Befreiungshalle ansehen wollten. Nachdem wir (Matthias und ich) die drei am Schwimmbad abgesetzt hatten fuhren wir noch schnell zur Apotheke, da ich noch die restlichen Antibiotika abholen musste, da diese am Vormittag nicht vorrätig waren. Leider rammte Matthias beim Wenden ein parkendes Auto und so riefen wir zuerst die Polizei, die das aber nur am Telefon aufnahm, und schrieben dann einen Zettel für die Besitzer des Autos. Als wir gerade abfahren wollten, erschienen aber die Eigentümer des Wagens und so mussten wir diese erst einmal beruhigen und schilderten den Ablauf… Unser Bus hatte nichts abbekommen, aber der neue Polo hatte einige Schrammen… naja es war wohl mehr Schock als alles andere im Spiel und nach ein paar Minuten konnte das Ehepaar auch schon wieder witzeln.
Und so fuhren wir dann doch noch zur Befreiungshalle, wo ich dann mit Matthias Hilfe mir einen Verband anlegte. Die Berfeiungshalle war toll. Und dort wo die Orte standen, die Ende des 19.Jahrhunderts befreit worden waren, fanden wir doch tatsächlich auch SPANDAU!!! Wahnsinn. Das hielten wir natürlich in den Motiven und Perspektiven fest. Wie wir später herausfanden, hatten wir Stefan, der mit seinem Fahrrad hergefahren war, um etwa 30Minuten verpasst. Und nach der Kuppelbesichtigung und dem wundervollen Rundblick machten Matthias und ich uns auf dem Weg zum Schwimmbad, wo wir die anderen wieder abholen mussten.
Den Abend verbrachten Matthias und ich auf meinem Zimmer, wo er seinen Unfallbericht und ich an diesem Buch schrieb. Irgendwann schlief ich dann einfach inmitten unseres Gespräches ein und erwachte erst am nächsten Morgen beim Klingeln des Weckers.

7.Klostertag – Dienstag, 27.07.2004

Wie üblich klingelte um 6.30h der Wecker und wie ebenfalls nicht erwunderlich hatten wir bei der Morgenhore eine fast 60%-ige Berliner Ausfallquote…
An diesem Tage sollte ich im Pfarrbüro arbeiten. Es war eine Liste mit Mitgliedern einer sogenannten „Bruderschaft“, deren Geburtsdatum und deren Mitgliedsbeitrag aufzustellen. Die Beiträge waren in kleinen Umschlägen verpackt, wie wir sie von „Brot für die Welt“-Spenden kennen. Leider erwies es sich nicht immer sehr leicht alle Namen zu entziffern, da doch eine Namen recht undeutlich und auch in altdeutscher Schrift geschrieben waren. Diese Beschäftigung zog mich den kompletten Vormittag in den Bann, aber dankenswerterweise kam Matthias gegen 10.00h hinzu und half mir, so dass das ganze etwas schneller voranging. Pater Josef hatte für 10.30h eine Brauerei-Besichtigung für uns organisiert, zu der wir Berliner natürlich begeistert gingen. Die Führung war hochinteressant. Und so lernten wir, dass das Bier aus Platzgründen nicht im Kloster sondern in Regensburg in Flaschen abgefüllt wird und dass über 20.000 Liter pro Tag allein hier im Kloster produziert werden. Ein Teil der Produktion musste nämlich schon ausgelagert werden. Nach der halbstündigen Führung widmeten Matthias und ich uns wieder „unserer“ Bruderschaft. Leider wurden wir nicht ganz fertig, so dass wir gezwungen waren, unsere Tätigkeit nach dem Mittagessen zu beenden.
Mein Bein wurde im Laufe des Tages immer dicker und auch das Laufen viel mir immer schwerer. Den Nachmittag verbrachten Matthias und ich im Klostergarten mit lesen. Viel konnte ich eh nicht laufen.
Nach dem Abendessen fuhren wir alle nach Kehlheim einkaufen. Unsere Schokovorräte waren alle und mussten aufgefüllt werden. Danach saßen wir fast alle bei Micha und mir im Zimmer und „testeten“ unsere Vorräte auf Haltbarkeit… wir haben an diesem Abend viel diskutiert und ich war eigentlich nur froh endlich zu liegen, da ich irgendwie vollkommen erschöpft war und so kam es dass ich irgendwann einfach einschlief, obwohl die anderen noch im Zimmer saßen und sich lautstark unterhielten.