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Es blieb ruhig

Keine Sorge: Diese Fotos stammen aus der Nacht zum 1. Mai, als meine Leutz sich waghalsig in die „gefährdeten Bereiche“ begeben hatten. Ich weilte mit Aila auf der Geburtstagsfeier von Meike.

Zurück zum Nachmittag des 1. Mai! Zusammen mit Collin, Stephan, Eike, Theresa, Christian, Tanja, Fee, den drei Spaniern und Baptist war ich wie angekündigt zum Mariannenplatz auf das „Myfest“ gefahren, um dort den 1. Mai zu begehen. Vielleicht unserer studentischen Profession nicht ganz abwegig, ließen wir uns neben der großen evangelischen Kirche auf der Wiese nieder und fröhnten in der Nachmittagssonne unserem unbeschwerten Studentenleben (*räusper*).
Je später es wurde, verschwand nicht nur die wärmende Sonne, sondern nach und nach auch die Familien samt der Kinder. Da uns kalt wurde und sich auch der Magen fordernd meldete, setzten wir uns zurück zum Görlitzer Bahnhof in Bewegung, wo wir bei einem der unzähligen Türken leckere Falafel aßen.

Die Stimmung war gut und ruhig. Zu ruhig – zumindest insbesondere für Eikes und Tanjas Geschmack. Doch da wir alle – insbesondere ich *gg* – keine Ärger haben wollte, redeten wir auf die beiden ein und so blieb es dabei, dass Tanja nur zu den Streifenwagen ging, um dort auf die anrollende Antifa-Demo zu warten. Als diese dann durch das Myfest kam, spannte sich die Situation leicht an.Einige Zivilpolizisten (warum sind die so auffällig???) nahmen Position ein und auch die Hundertschaften machten sich startklar – doch glücklicherweise geschah nichts. Die Krawalle blieben (vorerst) aus.
Mal ein kurzer Exkurs zum Maifest-Publikum: da gibt es die Menschen, die wirklich nur friedlich ihre Wurst essen wollen, da gibt es Familien, friedliche Punks, nett lächelnde Polizisten. Aber es gibt auch Leute, die sich schon allein durch die Anwesenheit eines Streifenwagen provoziert fühlen, die wissen, dass die zwei Polizisten im Streifenwagen nichts machen werden, wenn man sich vor den Streifenwagen stellt und diesen somit aufhält weiterzufahren. Die mit einer solchen Aktion erreichen, dass der Streifenwagen mitten im Weg stellt, als die vermumten in der Antifa-Demo ankommt. Doch es ist nichts passiert.

Bevor die ersten Steine flogen hatten wir uns um kurz nach 22 Uhr entschieden, den Heimweg anzutreten und so blieb es für uns bei einem ruhigen, lustigen und vor allem friedvollen Maifest.