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Eine verlorene Schlacht

Wie ja bereits geschrieben, war ich von Donnerstag bis Samstag auf der Landessynode und habe für die Interessen der Evangelischen Jugend und der (Theologie-)Studenten gekämpft.

Getreu dem Motto: „Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, der hat schon verloren.“ (Antoine de Saint – Exupéry) habe ich mich insbesondere beim Kollektenplan 2008 gehörig ins Zeug geschmissen und in letzter Instanz dann doch „verloren“…
Und wie das so bei mir ist, gab es einige, die kein Verständnis für meine vehemente Lobbyarbeit für die Jugend hatten und widerum andere, die es „toll“, „anerkennenswert“ und „mutig“ fanden (darunter auch die ehemalige Vorsitzende der Landessynode!), dass ich aufgestanden bin und mich in zwei Instanzen den 130 Mitsynodalen gestellt habe…

Meinen ausführlicheren und halbwegs sachlichen Bericht von der Synode findet ihr bei Interesse auf eFUNgelisch, der Internetseite der Evangelischen Jugend Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz unter http://efungelisch.ejbo.de/594.html!

Happy Birthday eFUNgelisch

Auch wenn es keiner gemerkt hat: eFUNgelisch, die Internetcommunity der Evangelischen Jugend Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EJBO), hat still und heimlich ihren zweiten Geburtstag gefeiert!

Wie bereits im Vorjahr fiel der Server wenige Tage (und fast auf den Tag genau) vor dem Jubeltag aus. Noch immer ist der Server tot. Warum der Server ausgefallen ist und wie lange die Internetseiten der EJBO (u.a. auch landesjugendcamp.de) noch offline bleiben müssen, weiß nur der abgetauchte Webhooster und der liebe Gott…

In diesem Sinne: Happy Birthday eFUNgelisch! Es kann nur besser werden das nächste Jahr…

Update um 15.10 Uhr: WIR SIND WIEDER ONLINE … hätte ich das hier mal früher geschrieben… *gg*

Monatslosung September 2006

Als Vorsitzender der Evangelischen Jugend Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz wurde ich für die Internetseite eFUNgelisch gebeten, zur Monatslosung September 2006 mal einen Text zu schreiben. Diesen möchte ich Euch nicht vorenthalten.

Monatslosung September 2006:
Du aber, unser Gott, bist gütig, wahrhaftig und langmütig; voll Erbarmen durchwaltest du das All. (Weisheit 15, 1)

Dieser Satz strahlt Geborgenheit, Zuversicht und väterliche Geborgenheit aus. Gott als Freund und Kumpel. Als „Verwalter“ des Weltalls, der gerne auch mal ein oder zwei Augen zudrückt.
Und doch lässt mich dieser Absatz aufschauen. „Weisheit 15,1“ wird als Quelle angegeben. Das Buch der Weisheit findet sich in den Apokryphen, bei Luther unter „Die Weisheit Salomos“. Doch dies nur am Rande. Das Buch der Weisheit. Was Salomon als große Weisheit niederschrieb, lernt man heutzutage schon als Kind im KiGo. „He´s got the whole world in his hand.“ Wer kennt dieses Lied nicht?!
Er hält Dich und mich in seiner Hand. Er hält die Großen und die Kleinen, die Armen und die Reichen, die Dicken und die Dünnen. Gott ist für alle da. Immer und überall. 24 Stunden am Tag. 365 Tage im Jahr.

Doch wenn ich Nachrichten sehe, sehe, wie Menschen in sinnlosen Kriegen sterben müssen, Menschen verhungern, Jugendliche aus religiösem Fanatismus Bomben in Zügen legen, frage ich mich: „Wo ist Gott? Wo ist an dieser Stelle die Güte? Das Erbarmen?“
Eine Antwort darauf jedoch bekomme ich nicht. Die Antwort auf diese Fragen gibt jeder sich selbst. Durch seinen eigenen Glauben. Diese Unglücke, Kriege oder Naturkatastrophen sind keine Gott gewollte Strafe, es war auch nicht sein Wille, sondern diese Dinge entziehen sich dem menschlichen Verstand. „Gottes Wege sind unergründlich“ lautet ein deutsches Sprichwort. Der Glaube kann Trost und Zuversicht spenden.
Die Begegnung mit Gott und dem Glauben macht jeder von uns auf seine Art. Der eine erlebt lebendige, kulturelle, spirituelle und ökumenische Gemeinschaft in Taizé, der andere erkennt nach stundenlangem, nachdenklichem an die Wand starren einen Lösungsvorschlag schemenhaft an der Wand. Wieder ein anderer kehrt für zwei Wochen in ein Kloster ein und lebt nach dem Motto „ora et labora“ (Bete und arbeite!) und noch ein anderer findet seinen Weg zu Gott im stillen Gebet, findet so wieder Kraft in seinen Alltag zurückzukehren und geht nun gestärkt mit Gott den Weg.

Vertrauen wir doch einfach dem, der alles so wunderbar geschaffen hat und verwaltet und legen unser Leben in seine gütigen Vaterhände. Er wird es recht machen und er hält diese Welt auch noch viele Generationen nach uns in seiner Hand. Der Satz „Du aber unser Gott, bist gütig, wahrhaftig und langmütig, voll Erbarmen durchwaltest du das All“ wird von Ewigkeit zu Ewigkeit gelten, selbst wenn diese Erde einmal vergangen ist.