Viel Lärm um nichts

Wie angekündigt war ich nun gestern auf der „offiziellen Eröffnungsfeier“ der Theologischen Fakultät.

Eike, Collin und ich waren vorher noch bei Subway was essen, denn ich kam ja direkt von der Arbeit aus wieder zur Uni. Wir hatten uns extra etwas früher getroffen, damit wir auch „gute“ Sitzplätze bekommen… doch das war fast unnötig, denn die meisten kamen erst eine Viertelstunde vor dem Beginn.

Dass etwas anders war als sonst, hatten wir ja schon am Vormittag am bereits beschriebenen hektischen Treiben gemerkt. Auch am Abend wurde uns nun etwas geboten. Halteverbotsschilder in Kombination mit einem Polizeiwagen hatten dafür gesorgt, dass vor der Fakultät auch ja kein Wagen parken würde.Einige Studis hatten sich etxra in Schale geworfen, andere waren in gelben Aktion-T-Shirts gekommen, auf die sie „Wer Freiheit aufgibt um Sicherheit zu erlangen, wird am Ende beides verlieren“ hatten drucken lassen.Unterstützt wurde dieser charmante Protest durch ein Transparent, welches aus dem fünften Stock der Fakultät gehängt wurde. Dieses musste jedoch auf Drängen der Polizei abgenommen werden, auch wenn es nachher hieß, die Windverhältnisse seien zu ungünstig gewesen.Um Punkt 19.30 Uhr fuhr dann der Bundesinnenminister vor.Flankiert von Prof. Markschies, dem Präsidenten der HU, und dem Dekan Prof. Gräb rollte Dr. Schäuble dann in das Foyer der Fakultät.Kein Applaus. Gespannte Stimmung. Die Sicherheitsbeamten des BKA nahmen ihre Positionen ein.

Nun folgten neben einer musikalischen Begleitung eines Streicherquartetts die fünf Grußworte und anschließend dann auch die unspektakuläre Ansprache/Rede des Ministers.Einziges Highlight war die Ankündigung des Leiters der Technischen Abteilung der HU in seinem Grußwort, dass in den nächsten Wochen auf Grund des Protestes der Studenten nachträglich noch mehrere Steckdosen für den Laptop-Betrieb installiert werden.

Nach dem Ende des offiziellen Teils entschwand der Bundesminister so schnell wie er gekommen war, nicht aber ohne vorher von einer Vertreterin der Studenten das „Denkschreiben“ samt eines Aktionsbuttons in die Hand gedrückt zu bekommen.Anschließend fand dann im ersten Stock noch ein netter Empfang statt, bei dem ich wieder sehr nette Leute wie z.B. Kathrin oder Joanna kennenlernte und einige andere flüchtige Bekanntschaften vertiefte. Um kurz nach halb elf – urplötzlich waren nur noch fünf Leute übrig geblieben – wurden Kathrin und ich unauffällig auffällig gebeten, doch endlich zu gehen.

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