Wenn es Sommer in der Stadt wird

Welch ein Wetter! Sonne, blauer Himmel und fast schon sommerliche Temperaturen. Da lässt man doch gerne seinen Wintermantel im Schrank hängen und holt das leichte Sommerjäckchen heraus, dass sich seit Monaten vernachlässigt fühlt.

Am vergangenen Samstag war es also fast ein Genuss in dieser herrlichen Sonne, in der Spandauer Altsadt für den Volksentscheid Temeplhof zu werben.
Am Abend war ich dann mit Theresa, Stephan und Peter verabredet. Nach einem obligatorischen Kickerduell auf dem WG-eigenen Kicker verabschiedeten sich jedoch Resi und Stephan, da sie noch zu einer Geburtstagsparty wollten. Peter und ich aktivierten dann die Telefonkette und so fanden wir heraus, dass Collin auf einer Party im F`hain weilte. Der Abend war ja noch jung und ab ging´s in weite F´hain zu einer Party, die uns schon durch die telefonisch durchgegebene Gästeliste unsympathisch wurde… die Party fand in einem besetzten Haus statt… naja… wer mich kennt, der weiß, dass hier mein „alternativsein“ aufhört. Collin schloss sich dann aber uns an, denn auch er war mit seinem Oberhemd nicht gerade „günstig“ gekleidet. Wir landeten nach einem ausführlichen Spaziergang durch F’hain in einer Cocktailbar in der Simon-Dach-Straße. Ein wahres Erlebnis…

Den Sonntag verbrachte ich bei ebenso herrlichem Wetter mit Aila im Jungfernheidepark. Kurzentschlossen fuhren wir dann noch zum Hackeschen Markt, um uns mit einem grandiosen Haägen Dasz-Eis (Wie schreibt ich das?) bewaffnet auf die Wiese vor dem Dom zu legen und „Emil und die Detektive“ zu lesen. Nachdem ich dann Aila zu hause abgesetzt hatte, ging es dann weiter nach Pankow, wo Resi, Stephan und ich den Abend in einem netten italienischen Lokal ausklingen ließen.

Montag. Wochenanfang. Der Tag an dem man sich aus dem Bett quält. So auch heute. Schlecht geschlafen. Kurze Nacht. Viele Gedanken. Auch der morgendliche Kaffee will keine rechte Wirkung zeigen. Vielleicht helfen da ein paar Ohrfeigen. *batsch batsch*. nee… da hilft nur laute Gröl-Mucke im Auto. Ärzte. Ja, das passt. Die Vorlesungen dümpel so dahin. Trixie ist glücklicherweise da und erleidet die beiden Vorlesungen, die sich bei genauerer Betrachtung als interessant entpuppen, mit mir. Morgen ist ja frei, denke ich. Doch zu früh gedacht. Trixie, mit dem ich einen Pakt über Verbindlichkeit in der Uni getroffen habe, setzt den Pakt um und drängt mich zum Hebräischlernen am eigentlich Uni-freien Dienstag. Ok. Recht hat er und ich hab Aila ja auch Besserung gelobt. Also morgen 10 Uhr: catav, catavta, cateva usw. …

Unmotiviert gelange ich im Büro an. Auch die überaus leckeren Honigbonbons von Vivo können meine Stimmung nicht aufheitern. So recht kommt der Arbeitstag nicht in Gang. Ich bin unkonzentriert. 45 Minuten vor dem regulären Ende beschließen wir, dass wir die letzten Wochen genug vorgearbeitet haben, so dass wir den Tag also relxt angehen und mit einem leckeren Eis am Potsdamer Eis abschließen können. Beschlossen und umgesetzt. Wie lecker kann doch ein Eis sein… hmm jam jam.
Meine Laune wird etwas besser. Doch dann fällt mir ein, dass ja Jugendrat ist. Mein Pflichtbewusstsein ruft… ich fahre also in den Wedding und höre mir an, was besprochen werden soll. Ich äußere meinen Unmut über gewisse Abläufe, werde vom Hauptamtlichen angeblafft. Da reicht´s mir. Ich stehe auf und gehe. Einfach so. Ein tolles Gefühl. Ich werde nicht wiederkommen.

Mit einem befreiten Lächeln und im Wissen um die Ideen für die nächsten Tage komme ich zu Hause an. Ein schöner Tag. Die Sonne geht unter. Morgen geht sie wieder auf. Wer weiß, was sie bringen mag.

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