8.Klostertag – Mittwoch, 28.07.2004

Da meine Eltern mir am Vorabend schon eindrücklich am Telefon geraten hatten doch noch einmal zum Arzt zu gehen, bat ich nach dem Frühstück wieder Frater Lukas mich zum niedergelassenen Arzt zu fahren, wo wir dann zwar den gesamten Vormittag verbrachten, aber zumindest nicht umsonst da waren. Der Arzt stellte nämlich eine „leichte Blutvergiftung durch einen Schnackenbiss“ fest. Toll. Also gingen wir noch schnell zur Apotheke um meine ganzen Antibiotika zu holen und rasten dann wieder zurück zum Kloster, wo wir dann auch um 11.50h eintrafen. Der aufmerksame Leser wird an dieser Stelle feststellen, dass wir zwei fünf Minuten zu spät zur Hore erschienen und so kam es zu der lustigen Situation, dass Frater Lukas direkt von hinten durch den Altarraum eilte um sofort weiter zum Lektorenpult zu schreiten, denn er war mit der Lesung dran! Das sah sehr lustig aus. Beim Mittagessen fing ich dann gleich an meine Tabletten zu schlucken und kam mir ziemlich dämlich mit meiner Apothekentüte vor. Nach dem Mittagsgebet erzählte ich dann allen ausführlich, was der Arzt gesagt hatte und Pater Michael war zum einen natürlich nicht erfreut über die Diagnose, aber dennoch schien es ih zu freuen, denn schließlich hatte er das schon am Montag diagnostiziert!
Nach dem Mittagessen fuhren dann leider Roland und Micha ab, da sie noch zu einer Hochzeit mussten. Von nun an hatte ich das Zimmer für mich allein. :)Am Nachmittag fuhren wir restlichen fünf – Stefan zog es vor mit seinem Fahrrad und seinem Handy allein zu sein – nach Kehlheim, wo Anselm, Daniel und Manuel schwimmen gehen und Matthias und ich uns die Befreiungshalle ansehen wollten. Nachdem wir (Matthias und ich) die drei am Schwimmbad abgesetzt hatten fuhren wir noch schnell zur Apotheke, da ich noch die restlichen Antibiotika abholen musste, da diese am Vormittag nicht vorrätig waren. Leider rammte Matthias beim Wenden ein parkendes Auto und so riefen wir zuerst die Polizei, die das aber nur am Telefon aufnahm, und schrieben dann einen Zettel für die Besitzer des Autos. Als wir gerade abfahren wollten, erschienen aber die Eigentümer des Wagens und so mussten wir diese erst einmal beruhigen und schilderten den Ablauf… Unser Bus hatte nichts abbekommen, aber der neue Polo hatte einige Schrammen… naja es war wohl mehr Schock als alles andere im Spiel und nach ein paar Minuten konnte das Ehepaar auch schon wieder witzeln.
Und so fuhren wir dann doch noch zur Befreiungshalle, wo ich dann mit Matthias Hilfe mir einen Verband anlegte. Die Berfeiungshalle war toll. Und dort wo die Orte standen, die Ende des 19.Jahrhunderts befreit worden waren, fanden wir doch tatsächlich auch SPANDAU!!! Wahnsinn. Das hielten wir natürlich in den Motiven und Perspektiven fest. Wie wir später herausfanden, hatten wir Stefan, der mit seinem Fahrrad hergefahren war, um etwa 30Minuten verpasst. Und nach der Kuppelbesichtigung und dem wundervollen Rundblick machten Matthias und ich uns auf dem Weg zum Schwimmbad, wo wir die anderen wieder abholen mussten.
Den Abend verbrachten Matthias und ich auf meinem Zimmer, wo er seinen Unfallbericht und ich an diesem Buch schrieb. Irgendwann schlief ich dann einfach inmitten unseres Gespräches ein und erwachte erst am nächsten Morgen beim Klingeln des Weckers.




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