4.Klostertag – Samstag, 24.07.2004

Nach dem Konventsamt und dem Frühstück, bei dem Frater Rupert schon mal taktische Anweisungen für das am Nachmittag anstehende Fußballspiel Kloster gegen Dorfauswahl gab, schleppten wir einen wahnsinnig schweren Teppich vom Dachboden in die Kirche und nutzen dabei die Totentrage des Klosters (…).Während Josef, Roland und Micha den Teppich auslegten, machte ich mich auf die Suche nach einem Staubsauger und säuberte anschließend den roten Teppich als Vorbereitung auf Sonntag. Denn in der Nacht von Sonntag auf Montag traf hier im Kloster das Weltjugendtagskreuz ein!
Danach putzten Micha und ich den ersten und zweiten Flur der Klausur, wie es hier jeden Samstag Sitte war. Jeder musste irgendetwas putzen… Pater Josef hatte sich für den Sommerchor eingetragen, doch „leider“ hatten wir den ja schon zwei Tage zuvor geputzt…Kurz vor der Mittagshore wurden wir fertig. Zwischenzeitlich hatte und Frater Lukas den Winterchor und die Kirche von Dach aus gezeigt. Nach dem Mittagsessen ruhten wir um Kräfte für das Fußballspiel zu sammeln. Aber um 14.45h war das Ruhen zu Ende und es ging los zum Fußballplatz, einer Rasenfläche mit Toren inmitten von Wiesen und Feldern. Wir spielten gegen die Dorfauswahl und Pater Gregor schoß sogar zwei Tore (seine ersten beiden Tore überhaupt) – nur leider hatten wir ihn an die andere Mannschafft abgegeben, da er als zu schwach eingestuft worden war. Es war sehr lustig, anstrengend und hat viel Spaß gemacht. Nach gut 2h waren wir dann auch mit unseren Kräften und der Puste am Ende. Wir fuhren also schnell zurück ins Kloster um vor der Abendhore und dem Abendessen wenigstens noch zu duschen.
Nach dem Abendessen packten wir schleunigst unsere Sachen, denn wir sind von Pater Josef eingeladen worden, mit ihm nach Speyer zu seiner Mutter zu fahren, da er dort am Sonntag bei einem Festgottesdienst zu Ehren eines 100.Geburtstages einer Ordensschwester die Predigt halten sollte. So machten wir uns gegen 21h auf den Weg um möglichst noch vor Mitternacht die 360km zu meistern. Die meiste Zeit der Fahrt habe ich verschlafen, da mich das Fußballspiel doch sehr geschafft hatte…
Gegen 0.30h trafen wir dann am Ziel ein, wo wir auf´s herzlichste begrüßt wurden und gleich mal einen befreundeten Abt im Urlaub trafen, der den Abend im Weingut von der Mutter von Pater Josef verbrachte. Nachdem dieser zu Bett gegangen war und uns „Dispenz“ (eine Erlaubnis zum Verpassen des Gottesdienstes am Sonntag) erteilt hatte, zeigte uns die Mutter von Pater Josef im Eilverfahren ihren Betrieb, aber nicht, ohne uns jeweils einen ihrer eigenen Erzeugnisse probieren zu lassen…
Gegen 2 Uhr lagen wir dann im Bett.




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