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Tierquälerei in Spandau

Schriftliche Anfrage des Bezirksverordneten Thorsten Schatz (CDU) vom 07.08.2013
Antwort des Bezirksamtes Spandau durch Herrn Bezirksstadtrat Stephan Machulik (SPD) vom 17.09.2013
Eingang im Büro der Bezirksverordnetenversammlung von Spandau am 19.09.2013

Drucksache Nr.: XIX-110

 

Ich frage das Bezirksamt:

1. Wie viele Fälle von Tierquälerei (Misshandlungen, Vergiftungen, Tötungen) sind dem Bezirksamt in den vergangenen Jahren für welche Tierarten bekannt geworden?

Die Veterinäraufsicht hat bei folgender Anzahl von Fällen tierschutzrechtliche Maßnahmen ergriffen, wobei jeder Fall mehrmaliges Tätigwerden (Kontrollen, Anordnungen, Wegnahmen) erfordert:

Jahr AT Anzahl
2012 253 227
Stand 31.08.2013 168 161

Dabei sind alle Tierarten betroffen-landwirtschaftliche Nutztiere, Pferde, Hunde, Katzen, Kleintiere, Vögel, Reptilien, Fische.

Tötungen wurden nur als Folge von Bissvorfällen – Hund beißt Hund – bekannt und werden nicht untertierschutzrelevanten Fällen subsumiert und daher hier nicht explizit ausgewiesen.

2. Wie beurteilt das Bezirksamt die Entwicklung der Anzahl solcher Vorfälle?

Es ist feststellbar, dass die Anzahl der Tierschutzfälle gerade im Heimtierbereich mit Fällen von allgemeiner Verwahrlosung, Kindeswohlgefährdung und Anzahl der Hartz IV-Empfänger korreliert.

3. Kann man eine Häufigkeit der Vorfälle nach Ortsteilen erkennen?

Staaken: insbesondere im Bereich Cosmarweg, Pillniter Weg, Heerstr.Nord
Falkenhagener Feld: insbesondere im Bereich Am Kiesteich

4. ln wie vielen Fällen konnte das Bezirksamt rechtzeitig einschreiten und die Tiere retten?

ln allen bekannt gewordenen Fällen, wenn es um die Schaffung art- und tierschutzgerechter Haltungsumstände geht.

5. Wie viele Fälle von Vergiftungsversuchen mittels im öffentlichen Straßenland ausgelegten Rattengifts sind dem Bezirksamt, in den vergangenen zwei Jahren bekannt geworden?

Dem Gesundheitsamt Spandau sind in den letzten zwei Jahren keine Vergiftungsversuche mittels ausgelegten Rattengifts im öffentlichen Straßenland bekannt gegeben worden.

6. Wie reagiert das Bezirksamt, wenn solche wie unter 5 beschriebenen Fälle bekannt werden?

Wenn ein solcher Fall der Gesundheitsaufsicht bekannt wird, folgt eine umfassende Ermittlung zum Sachverhalt bei dem Schädlingsbekämpfungsunternehmen bzw. bei der Fachkraft, die das Rattengift ausgebracht hat.
Entsprechend § 5 der“ Verordnung über die Bekämpfung von Gesundheitsschädlingen“ vom August 2011 sind Mittel zur Rattenbekämpfung für Mensch und Nicht-Zieltier verdeckt und verschleppsicher in Köderdepots auszubringen, sodass Mensch und Umwelt nicht gefährdet werden. Es wird geprüft, ob diese Forderung Rechnung getragen wird.

7. Wie informiert das Bezirksamt die Öffentlichkeit über mögliche Gefahren z.b. durch ausgelegtes Gift nach Bekanntwerden solcher Fälle?

Das Gesundheitsamt informiert die Öffentlichkeit nicht selbst über mögliche Gefahren, sondern fordert eine ausreichende Information von dem Schädlingsbekämpfungsunternehmen. Nach Bekanntwerden eines og. Falles ordnet das Gesundheitsamt ggf. erforderliche Maßnahmen an und überwacht diese. Entsprechend der ,,Verordnung über die Bekämpfung· von Gesundheitsschädlingen sind gut sichtbare Warnhinweise durch die Schädlingsbekämpfungsfirma mit folgenden Angaben anzubringen:

a) Wirkstoff, gegebenenfalls mit Gefahrensymbol
b) Gegengifte, soweit die bekannt sind
c) Zieltierart
d) Name, Anschrift und Telefonnummer der ausbringende Firma/Fachkraft
e) Nummer des Giftnotrufs
f) Datum des Ietzen Ausbringens.

Die beauftragte Fachfirma hat mit der Pflichtigen Person die Sicherheitsmaßnahmen abzustimmen. Zugängliche Rattenkadaver sind laufend und Köderreste unverzüglich nach Abschluss der Bekämpfung einzusammeln und. abfallgerecht zu entsorgen. Die Warnhinweise sind nach Abschluss der Bekämpfung zu entfernen.

Die Beantwortung der Fragen 5-7 erfolgte durch das zuständige Gesundheitsamt der Abteilung Soziales und Gesundheit.

Die Gutmenschen von der Spandauer SPD

Wenn man den Vertretern der Spandauer SPD zuhört, bekommt man sehr schnell den Eindruck, dass der Bezirk Spandau ein absolutes Drecksloch ist. Allen voran tönt hier der SPD-Kreischef Raed Saleh. Er hat ein Ziel. Er will 2011 nicht etwa mit der SPD wieder die Mehrheit im Bezirksamt erstreiten, nein, man hat den Eindruck, ihm ginge es allein um die Spandauer Neustadt – zufällig seinen Wahlkreis.

Um dieses Ziel zu erreichen, muss er bekannt werden. Dazu ist ihm fast jedes Mittel Recht. Die erste Steilvorlage bekam er von Thilo Sarrazin mit seinem grenzwertigen Äußerungen. Der selbsterklärte Integrationsexperte (wie wird man das? Reicht dazu die Staatsbürgerschaft eines anderen Landes und ein halbwegs brauchbarer deutscher Wortschatz?) mischte sich natürlich sofort ein, obwohl er satzungsmäßig gar nicht zuständig war, denn Sarrazin ist in Charlottenburg SPD-Mitglied. Seither bildet er den linken Flügel in der SPD.

Um bei aktuelleren Beispielen zu bleiben:

Kurz nach dem Loveparadeunglück in Duisburg meldete sich Saleh in der Morgenpost zu Wort und wies darauf hin, dass die Zitadelle Spandau ein Sicherheitsrisiko sei. Auf den Zug sprang dann noch der Betreiber der Kindl-Bühne Wuhlheide auf und geboren war eine erneute Diskussion über die Veranstaltungen in der Zitadelle. Vollkommen zu Recht wurde Saleh vom CDU-Fraktionschef Arndt Meißner zurechtgewiesen, dass sich die Zitadelle Spandau nicht für Sommerlochpolitik eignet. Mit dieser Diskussion hat Saleh dem Ansehen der Zitadelle und des Bezirkes geschadet.

Am 5.8.2010 ließ er sich in der Berliner Morgenpost so zitieren: „Die armen Leute ziehen in die Reinickendorfer, Spandauer oder Marzahner Platte.“ Das Falkenhagener Feld sei in seinen Augen ein „Slum“. Und so einer will Politik FÜR Spandau machen???

In dieser Woche bescherte ihm das Spandauer Volksblatt einen Artikel über die fehlenden Rettungsringe an den Berliner Brücken. Doch statt darauf hinzuweisen, dass dies in ganz Berlin so ist, ließ sich Saleh in Spandau ablichten und auch die RBB-Abendschau berichtete aus Spandau über die fehlenden Rettungsringe. Warum musste das wieder in Spandau sein? Und warum hat Saleh nicht lieber seinen Parteigenossen und Kumpel Körting angerufen und ihn gebeten diesen Umstand abzustellen? Denn eine Problemlösung hat Saleh nicht genannt – die Spandauer sollen die Feuerwehr anrufen… super!

Sowieso, mit Problemlösungen haben die Gutmenschen von der Spandauer SPD es nicht so.

Schulden anhäufen und dann die daraus resultierenden Strukturentscheidungen von CDU, FDP und PANTHER als „soziale Kälte“ zu bezeichnen, das ist Krisenmanagement like Saleh und Genossen. Ist Ihnen eigentlich schon mal aufgefallen, dass die Sozialdemokraten nur die Sparmaßnahmen kritisieren, von denen sie unmittelbar „betroffen“ sind? Die marode Bruno-Gehrke-Halle liegt in der Neustadt (ja, richtig: Wahlkreis Raed Saleh) und dass die Büros der SPD-Jugendstadträtin und des SPD-Gesundheitsstadtrats zu groß sind, will natürlich auch keiner wissen. Übrigens wurde die Richtlinie für die Größe der Büros in den Bezirksämtern vom Berliner Senat festgelegt – und der wird (noch) von der SPD geführt…

Bild:
Quelle Berliner Morgenpost – morgenpost.de