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Kirchentagsphänomen „Pfadfinder“

Sie sind vor den Treppen, in den Hallen, hinter Türen, in Ständen, auf Fahrrädern, in Autos und unter Tischen. Sie sind grau, sandfarben, grün, blau, tragen Halstücher, bunte Aufnäher und es scheint als wären sie allgegenwärtig. Völlig klar: Ich befinde mich auf der Suche nach dem Phänomen „Pfadfinder“.

Wer oder was ist das eigentlich?

Wikipedia sagt: Ein Pfadfinder ist ein Angehöriger der Pfadfinderbewegung,
einer internationalen, religiös und politisch unabhängigen Erziehungsbewegung für Kinder und Jugendliche. Aha, soweit so klar. Eine spontane Umfrage ergab: Pfadfinder sind Menschen, die Spuren lesen, Knoten machen, im Wald übernachten und Regenwürmer essen.

Also völlige „Naturburschen“. O. K., ich gebe es zu, ich habe absichtlich keine Pfadfinder gefragt. Die Pfadis selber sehen sich als eine naturverbundene Gemeinschaft, die sich vor allem durch die Fähigkeit zur Improvisation auszeichnet.

Damit hätten wir auch geklärt, warum es so scheint, als hätten sie den Kirchentag übernommen: Das Gemeinschaftsgefühl lockt sie aus dem Wald. Ihre Grundsätze finden hier die völlige Erfüllung: Improvisation ist an der Tagesordnung, Abenteuer gibt es zur Genüge und man darf auf dem Boden
schlafen. Mit Freude sah ich beim Essen zwar keinen Nachtisch, aber einen improvisierenden Helfer. Das ÖKT-Infoheft eignet sich auch hervorragend als Kehrblech. Diese Tugend ist also kein Gerücht. In diesem Sinne: Allzeit bereit.

Bemerkung von Thorsten:

Wie so oft vergisst die Helferpostille auch an dieser Stelle, dass es neben den Pfadfindern auch eine immer größere werdene Gruppe von katholischen und evangelischen (Gemeinde-)Jugendgruppen gibt… 😉 Es sind halt nicht alle Pfadfinder…

Quelle:
Dies ist ein Beitrag aus der Helferpostille des 2. Ökumenischen Kirchentages. Er ist erschienen unter der Rubrik „Zug’spitzt“.
www.helfen2010.de

Die Schweinegrippe – Hype oder Seuche?

 Koloriertes, elektronenmikroskopisches Bild einiger Influenza-A/H1N1-Viren (Quelle: CDC)

Kein Thema ist in diesen Wochen so permanent und kontrovers diskutiert worden wie über die Schweinegrippe. Ich persönlich halte sie für einen übertriebenen und von den Medien hochgeschrieenen Hype.

Als die ersten Fälle nach Deutschland kamen und die große Hysteriewelle losging, war mir bereits klar, dass ich mich nicht impfen lassen würde. Schließlich habe ich mich auch nicht gegen die „normalen“ Grippeviren impfen lassen.

Doch was ist die Schweinegrippe wirklich? Hype oder Seuche?

Offiziell wird die Schweinegrippe als „Pandemie H1N1“ geführt. Da ich kein Mediziner bin hier mal eine Annäherung an den Grippevirus über Wikipedia:

Pandemie H1N1 2009

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Als Pandemie H1N1 2009 wird das globale Auftreten einer großen Zahl von Influenza-Erkrankungen bezeichnet, die durch einen im Jahr 2009 entdeckten Influenzavirus-Subtyp A/California/7/2009 (H1N1) hervorgerufen werden. Die Erkrankung ist allgemein unter den Namen Schweinegrippe und Neue Grippe bekannt. Der Name Schweinegrippe ist zwar im allgemeinen gebräuchlicher, allerdings benutzen offizielle Medien eher den Begriff Neue Grippe, da die Hersteller von Schweinefleisch Umsatzeinbußen befürchten. Der Virus-Subtyp wurde Mitte April 2009 bei zwei Patienten gefunden, die Ende März unabhängig voneinander in den Vereinigten Staaten erkrankt waren.[1] Eine weitere Suche zeigte zunächst eine Häufung solcher Krankheitsfälle in Mexiko und Hinweise auf eine Verschleppung der Viren über die Landesgrenzen.

Ende April 2009 warnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einer weltweiten Verbreitung (Pandemie). Anfang Juni 2009 wurde die Warnung auf die höchste Alarmstufe hochgestuft. Die WHO verkündete jedoch bereits Mitte Mai, dass die Kriterien angesichts der geringen Pathogenität des H1N1-Virus überarbeitet werden sollten. Die enorme Aufmerksamkeit und der Umfang der getroffenen Maßnahmen liegt darin begründet, dass ein anderer H1N1-Subtyp die Influenza-Pandemie 1919/20 („Spanische Grippe“) mit 50 Millionen Todesopfern verursacht hatte. Allerdings sind H1N1-Subtypen regelmäßig an saisonalen (üblichen jährlichen) Grippewellen beteiligt.

[Artikel auf Wikipedia weiterlesen.]

Vor gut zwei Wochen bin ich nun (doch) auch an der Neuen Grippe erkrankt. Die gute Nachricht vorneweg: Ich lebe noch. 😛

Im Ernst, die letzten zwei Wochen waren alles andere als angenehm: 13 Tage Fieber am Stück, Husten, Kopfschmerzen und noch die ein oder andere Begleiterscheinung. Hinzukam, dass Ärztin Nr. 1 die Neue Grippe nicht sofort erkannt hat und ich so nicht die notwendigen Medikamente gleich zu Anfang bekommen habe. Erst die Vertretungsärztin und Arzt No 3 haben erkannt, um welchen Virus es sich handelt, aber da war es schon zu spät. Also habe ich die „Schweinegrippe“ wie jede andere Grippe auch auskuriert (ich bin hoffentlich gerade auf der Zielgeraden): Schlafen, viel Trinken und diverse Medikamente schlucken.

Doch obwohl ich sie nun hatte, halte ich die Neue Grippe nach wie vor für einen übetriebenen Hype. Man fühlt sich genauso mies wie bei jeder anderen Grippe. Man wird nicht nur im Arzt-Wartezimmer argwöhnisch angesehen, wenn man krank wirkt (weshalb sonst sitzt man beim Arzt?), sondern auch Anrufer reagieren mehr als aufgeregt, wenn man andeutet, dass man die Neue Grippe hat. Von der Werbung für gewisse Textilreinigungssprays mal ganz zu schweigen.

Mein Arzt hat mir gestern gesagt, dass die Neue Grippe bei mir langsam ausklingt. Ich will hoffen, dass er Recht hat.

Das Protevangelium des Jakobus

Nein nicht „Brot“ sondern tatsächlich „Prot“. Dieses Evangelium ist eine, wenn nicht sogar die Antwort z.B. auf die spannende Frage, wie denn Jesus Geschwister haben kann, wenn seine Mutter Maria doch weiterhin Jungfrau war.

Das Evangelium schildert die Ereignisse vor und rund um die Geburt Jesu. Das Protevangelium des Jakobus bezieht sich dabei auf Matthäus und Lukas, ergänzt diese Überlieferungen aber. Unter anderem finden sich darin folgende Ergänzungen bzw. Änderungen:

  • Josef ist verwitwet und bringt die Geschwister Jesu aus seiner ersten Ehe mit.
  • Maria bleibt auch nach der Geburt Jesu eine Jungfrau.
  • Jesus wird in einer Höhle und nicht in einem Stall geboren.

Es wird die Kinderlosigkeit der Großeltern Jesu – Joachim und Anna – geschildert. Dann bekommen sie doch noch Maria.
Maria soll Gott geweiht werden und wächst im Tempelbereich auf. Mit 12 Jahren bekommt Maria ihre Tage und wird so unrein für den Tempel. Sie soll dann einem Witwer zur Frau gegeben werden und alle Witwer des Landes werden herangeholt. Alle Witwer bekommen einen Stab in die Hand – und bei Joseph kommt als Zeichen Gottes eine Taube aus dem Stab heraus. Joseph nimmt Maria dann zu sich, Maria wird die Geburt Jesu angekündigt und sie wird schwanger. Alles andere ist ja bekannt…

Weitere Infos: