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Die Stadt Dortmund lädt den Kirchentag ein!

Der Deutsche Evangelische Kirchentag 2019 wird wohl in Dortmund stattfinden. Eine entsprechende Einladung hat gestern die Stadt Dortmund ausgesprochen. Auch wenn das Präsidium des Kirchentages im Oktober noch formal über die Einladung befinden muss, gilt es als sicher, dass man diese Einladung nicht ausschlagen wird.

Gastgeber des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentages wären neben der Stadt Dortmund das Land Nordrhein-Westfalen sowie die Evangelische Kirche von Westfalen, die den Kirchentag bereits eingeladen hatte. Die Stadt Dortmund wird für den Evangelischen Kirchentag 2,7 Millionen Euro sowie Sachleistungen in Höhe von 720.000 Euro bereitstellen.

Der Evangelische Kirchentag ist die größte deutsche Laienbewegung und findet seit 1949 alle zwei Jahre in einer anderen deutschen Stadt statt. 2017 wird der 36. Deutsche Evangelische Kirchentag vom 24. bis zum 28. Mai 2017 in Berlin und Wittenberg stattfinden. Hier engagiere ich mich im Trägerverein – quasi im Aufsichtsrat – des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentags Berlin 2017 e.V..

Man darf gespannt sein, wie und wo man in Dortmund die rund 120.000 zu erwartenden Dauerteilnehmenden und über 1 Million Gäste unterbringen wird. Große Freiflächen gibt es in Dortmund nicht viele, insofern wäre denkbar, dass der „Markt der Möglichkeiten“ im Westfalenpark untergebracht werden könnte. In jedem Fall wird Dortmund eine Herausforderung für die Planer des Kirchentages werden.

Doch bevor wir uns 2019 in Dortmund sehen, sehen wir uns – so Gott will und wir leben – 2017 in Berlin. Ihr seid herzlich eingeladen.

Weitere Informationen: www.kirchentag.de

Hoffnungsvolle Geistesblitze am Morgen

Für 2014 habe ich mir mal wieder ein neues, altes Projekt für meinen Blog vorgenommen. In der Rubrik „Gedanken zur Monatslosung“ möchte ich ein paar Zeilen, eine paar Interpretationsansätze und ganz persönliche Gedanken zur jeweiligen Monatslosung aufschreiben. Mir fehlt es, kontinuierlich über biblische Texte nachzudenken und mir Gedanken fernab der Politik zu machen. Darum nutze ich meinen Urlaub, um ein paar Gedanken zu den Losungen des Jahres 2014 niederzuschreiben und dann jeweils am Monatsanfang zu veröffentlichen.

 

Januar 2014
Lass mich am Morgen hören deine Gnade; denn ich hoffe auf Dich. Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll; denn mich verlangt nach dir.
Psalm 143, 8

Mein Tag beginnt am Morgen mit einem ersten Überblick, über das, was in den letzten Stunden seitdem ich zu Bett gegangen bin, geschehen ist. Meist bediene ich mich da den Google Alerts, aber auch meiner Timeline auf Twitter. Ich bin einer der vielen Follower von @losung. Jeden Morgen wird dort die jeweilige Tageslosung veröffentlicht. Sicher, viele werden das noch in ihrem Papierkalender stehen haben, da ich aber seit Jahren ausschließlich elektronische Kalender führe, komme ich nicht in diesen Genuss, der vorgedruckten Losungen. Aber so ist der Überraschungseffekt natürlich auch jeden Morgen größer. Die Losungen sind manchmal Ermutigungen, manchmal hoffnungs- oder kraftschöpfende Worte, Zuspruch, aber auch Handlungsaufforderungen. So man daran glaubt.

Glaube ist nicht Wissen. Glaube ist Hoffen. Glaube ist Vertrauen. Glaube braucht Mut. Ich glaube an Gott. Ich glaube daran, dass ich an seiner Hand durch das Leben gehe. Und ich glaube daran, dass er meine feste Burg ist, in die ich mich vor den Stürmen des Lebens zurückziehen kann, in der ich wieder Kraft tanken, neue Ideen entwickeln und wieder zu mir selbst – und damit zu Gott – finden kann, denn Gott ist uns, er ist über uns, er ist neben uns.

Ich habe meistens morgens unter der Dusche neue Ideen. Ganz plötzlich kommen sie mir in den Sinn. Das sind entweder neue Ideen für neue Projekte,  Ideen für Anträge, für Unternehmungen, für Texte, die ich schreiben möchte, Ideen für alle Lebenslagen halt. Da ich darauf vertraue und fest daran glaube, dass Gott mit uns durch das Leben geht, glaube ich auch, dass er mir diese Ideen schenkt. Nein, ich bin nicht so vermessen zu sagen, dass diese Ideen göttlich (inspiriert) sind und damit besser sind als andere. Nein, wirklich nicht. Viele davon sind wirklich schrott. Ich glaube eher, dass er den Anreiz für diese Ideen schenkt. Und in gewisser Weise kommen diese Anreize zum Teil auch über die jeweilige Tageslosung. Und so bin ich oft am Abend gespannt, was mir mein Handy am nächsten Morgen anzeigt und ob ich wieder einen Geistesblitz unter der Dusche haben werden.

Schaut doch mal rein und findet Euren Weg mit Gott: www.losungen.de.

 

PS: Wie immer freue ich mich, wenn ihr mir Eure Gedanken zur Monatslosung mitteilt.

Mit Gott durch das Leben

Januar 2013
Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.
Psalm 16, 11

Ich musste die Losung mehrmals lesen, um einen Zugang zum Text zu bekommen. Mich störte dieses „Vor Dir“ und natürlich dieses alte Luther-Vokabular. Wie so oft, wenn ich mit der Sprache Probleme habe, bediene ich mich einer der anderen Übersetzungen. In der Elberfelder Übersetzung lautet der Vers 11 dann schon verständlicher: „Du wirst mir kundtun den Weg des Lebens; Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht, Lieblichkeiten in deiner Rechten immerdar.“

Der Psalm 16 in seiner Gänze sprüht vor Gottvertrauen. In jeder Lebenslage ist Gott dabei. Er wischt uns die Tränen ab, wenn wir weinen. Er hält sich den Bauch vor Lachen, wenn wir selbst vor Lachen Tränen vergießen. Er reicht uns die Hand, wir müssen nur zugreifen und den Weg mit ihm gehen.

Wie ich eben schrieb, störte ich mich an dem „Vor Dir“. Ich fragte mich, was ist denn hinter ihm? Was ist mit den Ecken in der Welt, in denen er nicht hinsieht? Der Psalm 16 erinnert mich freundlich daran, dass alles sichtbar ist vor Gott. Es gibt keine dunklen Ecken, niemand wird vergessen und es gibt auch keinen Ersten vor ihm. Der Psalmschreiber weiß in Vers 8 genau: „Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; steht er mir zur Rechten, so werde ich festbleiben.“

Mit Gott an unserer Seite kann uns nichts geschehen. Vor seinem Angesicht ist die Güte und die Liebe, die unbändige Kraft des Seins. Wir müssen nur seine Hand nehmen und ihm unser Vertrauen schenken. Mit ihm Hand in Hand durch das Leben zu schreiten, wird uns neue Perspektiven aufzeigen. Und wenn es mal schwer wird im Leben – und wir alle wissen, dass dies von der einen auf die andere Sekunde geschehen kann und leider auch viel zu oft geschieht – dann, ja dann ist Gott zu unserer Rechten und nimmt unsere Hand etwas fester. Und wenn das nicht mehr reicht, dann wird er uns tragen.

Und auch wenn ich das am Anfang meiner Gedanken nicht beabsichtigt hatte, haben wir so auch den Bogen zur Jahreslosung 2014 geschlagen: „Gott nahe zu sein ist mein Glück.“ (Psalm 73, 28)

Ich wünsche Euch, dass ihr dieses Glück empfangen und für Euch genießen könnt. Amen.

 

PS: Wie immer freue ich mich, wenn ihr mich an Euren Gedanken zur Monatslosung teilhaben lässt.

Ratze schafft die Vorhölle ab

(c) by N-TVAus und vorbei. Papst Benedikt der XVI. hat die Vorhölle für „Überholt“ erklärt. Als ob der Papst meine Geburtstagsgrüße und den Lobgesang auf seine Reformhandlungen gelesen hätte, hat er den Bericht der Internationalen Theologischen Kommission (ITK) gebilligt, in dem gesagt wird, dass „der Ausschluss von unschuldigen Kindern aus dem Paradies der besonderen Liebe Christus‘ für die Kleinen widerspricht“.

Der Papst hatte die Vorhölle bereits vor einem Jahr als „nur eine theologische Hypothese“ bezeichnet und empfohlen, den Glauben daran abzulehnen. Die ITK hatte sich seit November 2005 mit dieser Frage befasst.

Die aus dem Mittelalter stammende Überlieferung des „Limbus infantium“ besagt, dass Kinder, die ungetauft gestorben sind, nicht in den Himmel kommen. Sie seien dann nämlich nicht von der Erbsünde befreit. Theologen lehrten lange Zeit, dass diese Kinder im so genannten Limbus einen ewigen Zustand natürlicher Glückseligkeit genießen – allerdings ohne Gemeinschaft mit Gott. Die Tradition wurde allerdings nie zur offiziellen Doktrin der katholischen Kirche.

Weiter so Benedikt!

Monatslosung September 2006

Als Vorsitzender der Evangelischen Jugend Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz wurde ich für die Internetseite eFUNgelisch gebeten, zur Monatslosung September 2006 mal einen Text zu schreiben. Diesen möchte ich Euch nicht vorenthalten.

Monatslosung September 2006:
Du aber, unser Gott, bist gütig, wahrhaftig und langmütig; voll Erbarmen durchwaltest du das All. (Weisheit 15, 1)

Dieser Satz strahlt Geborgenheit, Zuversicht und väterliche Geborgenheit aus. Gott als Freund und Kumpel. Als „Verwalter“ des Weltalls, der gerne auch mal ein oder zwei Augen zudrückt.
Und doch lässt mich dieser Absatz aufschauen. „Weisheit 15,1“ wird als Quelle angegeben. Das Buch der Weisheit findet sich in den Apokryphen, bei Luther unter „Die Weisheit Salomos“. Doch dies nur am Rande. Das Buch der Weisheit. Was Salomon als große Weisheit niederschrieb, lernt man heutzutage schon als Kind im KiGo. „He´s got the whole world in his hand.“ Wer kennt dieses Lied nicht?!
Er hält Dich und mich in seiner Hand. Er hält die Großen und die Kleinen, die Armen und die Reichen, die Dicken und die Dünnen. Gott ist für alle da. Immer und überall. 24 Stunden am Tag. 365 Tage im Jahr.

Doch wenn ich Nachrichten sehe, sehe, wie Menschen in sinnlosen Kriegen sterben müssen, Menschen verhungern, Jugendliche aus religiösem Fanatismus Bomben in Zügen legen, frage ich mich: „Wo ist Gott? Wo ist an dieser Stelle die Güte? Das Erbarmen?“
Eine Antwort darauf jedoch bekomme ich nicht. Die Antwort auf diese Fragen gibt jeder sich selbst. Durch seinen eigenen Glauben. Diese Unglücke, Kriege oder Naturkatastrophen sind keine Gott gewollte Strafe, es war auch nicht sein Wille, sondern diese Dinge entziehen sich dem menschlichen Verstand. „Gottes Wege sind unergründlich“ lautet ein deutsches Sprichwort. Der Glaube kann Trost und Zuversicht spenden.
Die Begegnung mit Gott und dem Glauben macht jeder von uns auf seine Art. Der eine erlebt lebendige, kulturelle, spirituelle und ökumenische Gemeinschaft in Taizé, der andere erkennt nach stundenlangem, nachdenklichem an die Wand starren einen Lösungsvorschlag schemenhaft an der Wand. Wieder ein anderer kehrt für zwei Wochen in ein Kloster ein und lebt nach dem Motto „ora et labora“ (Bete und arbeite!) und noch ein anderer findet seinen Weg zu Gott im stillen Gebet, findet so wieder Kraft in seinen Alltag zurückzukehren und geht nun gestärkt mit Gott den Weg.

Vertrauen wir doch einfach dem, der alles so wunderbar geschaffen hat und verwaltet und legen unser Leben in seine gütigen Vaterhände. Er wird es recht machen und er hält diese Welt auch noch viele Generationen nach uns in seiner Hand. Der Satz „Du aber unser Gott, bist gütig, wahrhaftig und langmütig, voll Erbarmen durchwaltest du das All“ wird von Ewigkeit zu Ewigkeit gelten, selbst wenn diese Erde einmal vergangen ist.