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CDU, Piraten und Einzelverordneter verurteilen fremdenfeindlichen Übergriff

Die CDU-Fraktion, die Piraten-Fraktion und der Einzelverordnete Jürgen Kessling verurteilen den fremdenfeindlichen Angriff auf eine 13-Jährige am vergangenen Samstag. Der Muslima war nach fremdenfeindlichen Beschimpfungen ihr Kopftuch am U-Bahnhof Haselhorst heruntergerissen worden. Continue reading

Herr Köhler, Sie werden mir fehlen!

Lieber Herr Köhler!

Das war DIE Schocknachricht auf allen Kanälen. Sie sind zurückgetreten. Dabei habe ich mich vor cirka einem Jahr noch so gefreut, dass Sie die (Wieder)Wahl zu dem höchsten deutschen Amt gewonnen hatten! Und gefreut habe ich mich auch, wenn Sie mit Klarheit und manchem direkten Ansprechen auf missliche staatliche Verhältnisse oder Entwicklungen hingewiesen haben, die schief liefen.

Diese berechtigten Kritiken haben wohl nicht allen gefallen. Und Sie selber standen auch zunehmend “unter Beschuss”. Von “Wo ist eigentlich Horst Köhler?” bis hin zu “schwacher Repräsentation” lauteten die Vorwürfe. Das muss Sie geschmerzt haben.

Aber was in den letzten Tagen nach Ihrem Afghanistanbesuch abgegangen ist, war wohl für ihre Nerven, besser noch für Ihre Gefühle zuviel. Obwohl ich selbst auch in gewisser Weise dazugehöre – ich finde, der Journalismus in Deutschland überbordet einfach zu stark. Da werden Angriffe gestartet, eine starke, kritische und oft auch überzogene Wortwahl benutzt, da werden Sachbezüge und Personen in einen Topf geworfen. Die Schlagzeilen müssen Knaller sein – egal, ob die betroffenen Personen wirklich beteiligt waren oder nicht. Nun sind auch Sie Opfer solcher harschen Kritik geworden. Weil Sie (oder Ihr Redenschreiber) nicht genau definiert haben, was Sie genau meinten…

So kann es gehen – wie Hyänen stürzt man sich auf definitive Opfer. Natürlich wissen Sie als geübter Staatsmann, dass öffentliche Anmerkungen möglichst wasserdicht abgedeckt sein sollten – aber nicht immer gelingt das. Wir leben in einem gnadenlosen (Medien) Zeitalter, in dem Fehler knallhart bestraft oder Rücktritte eingefordert werden.

Sie haben den Sprung nach vorn angetreten, indem Sie zurückgetreten sind. Meinen vollen Respekt haben Sie dafür.

Wenn ich es auch außerordentlich bedaure – weil Sie mir menschlich und auch staatsmännisch sehr sympatisch sind/waren – wünsche ich Ihnen und Ihrer Frau, dass Sie nach dem ganzen Trubel, der jetzt stattfindet, zu innerer Ruhe zurückfinden. Vielleicht verwindet man solche massiven Angriffe nie ganz richtig – aber Gott, an den Sie glauben, kann auch das in Ihrem Leben bewirken. Öl auf Ihre Verwundungen giessen. Ihnen verzeihende Liebe ins Herz schenken für alle generischen Angriffe.

Denn es wäre so schade, wenn Sie die nächsten Jahre in Bitterkeit zubringen würden. Das würde überhaupt nicht zu Ihnen passen.

Noch mal: Wir wünschen Ihnen, dass nach diesen Tagen für Sie wieder die Sonne aufgeht und Sie zu einem normalen und guten Leben zurückfinden, immer mit dem Bewusstsein, dass Gott grösser ist als jede Staatsaffäre.

Mit herzlichen Grüssen aus dem Schwarzwald,
Ihr Andreas Meißner

Anmerkung von Thorsten:

Ich fand diesen offenen Brief so toll, dass ich ihn unbedingt hier noch einmal veröffentlichen musste. Danke an Andreas Meißner für diese Zeilen.

Die Erklärung von Horst Köhler findet man im Übrigen unter: http://www.bundespraesident.de/-,2.664352/Erklaerung-von-Bundespraesiden.htm

Quelle Text: http://mein-gott-und-die-welt.erf.de/?p=1775
Quelle Bild: http://www.bundespraesident.de

Was in der Zwischenzeit geschah

Mensch wie die Zeit vergeht… seit fast drei Monaten kein Blog-Eintrag mehr. Lasst mich erklären, wie es dazu kam:

Vorlesungsfreie Zeit – eigentlich die Zeit, in der Studenten normalerweise URLAUB machen oder sich auf Prüfungen vorbereiten. Ich habe die Zeit jedoch zum arbeiten genutzt. Urlaub war leider nicht möglich, da ich zwei Praktikanten in diesem Zeitraum zu betreuen hatte und die Arbeit zahlreich war.
In der Kirche habe ich meinen Rücktritt vorbereitet. Entscheidungsprozesse mussten abgeschlossen und potentielle Nachfolger angesprochen werden. Die Arbeiten an der neuen Homepage der EJBO konnte ich jedoch nicht loswerden. Dieses Projekt, welches für mich ja auch eine Herzensangelegenheit ist – arbeiten wir doch seit vier Jahren dran… – befindet sich in den letzten Zügen und wird von mir noch bis zur Veröffentlichung verantwortlich weiterbetreut werden.

Engel in Aktion fand am 19. und 20.9. statt. Hier waren zahlreiche Vorarbeiten zu leisten und viel vorbereitet werden. Die Aktion war ein guter Erfolg. 1.300 Jugendliche in der Region Ostsee bis zur schlesische Oberlausitz haben sich in 51 Projekten 24 Stunden lang sozial engagiert.

Kurz vor dem Aktion hab ich noch eine Prüfung im Fach „Christliche Ethik“ glücklicherweise erfolgreich bestanden.

Am 22.9. ist das Volksbegehren „Pro Reli“ gestartet. 170.000 Unterschriften müssen zusammenkommen, um künftig zwischen Ethik und Religion wählen zu können. Die Evangelische Jugend Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz unterstützt dieses Vorhaben wie zahlreiche andere Institutionen und Verbände auch.

Am letzten Montag ist das neue Semester gestartet. Ich bin sehr gespannt, was ich daraus spannendes Neues mitnehmen werde.

Soweit in Kürze. Ich werde mcih bemühen nun wieder regelmäßiger zu schreiben