Archiv des Autors: Thorsten

Neues von der Podiumsdiskussion

Der aufmerksame Leser weiß: ich habe ja die große Ehre während des Kirchentages an einer Podiumsdiskussion teilzunehmen.

Wer es nicht (mehr) weiß, der sollte mal an den rechten Seitenrand schauen oder noch einmal den Beitrag „Partizipation von Jugend in Kirche“ lesen.

Das Thema scheint nunmehr ein wenig abgewandelt worden zu sein. Es lautet nun „Jugend in Kirche ist … lebendig und kräftig und schärfer!“

Diskutieren werde ich mit Catharina Covolo (eine Jugendliche aus der Evangelischen Jugend Oldenburg), mit dem Bischof der Kirchenprovinz Sachsen Axel Noack und dem Badischen Landesjugendpfarrer Eberhard Koch.

Das kann spannend werden. Schaut doch vorbei: Freitag, 08. Juni 2007 von 15 bis 16 Uhr an der Open-Air-Bühne im Rheinpark. Das ist im Messegelände und findet ihr auf dem Kirchentagsstadtplan unter der Nummer 151 im Planquadrat K9!

Sobald ich den Flyer habe, reiche ich Euch den nach… (ihr könnt Euch eh nicht dagegen wehren… *gg*)

Viel Lärm um nichts

Wie angekündigt war ich nun gestern auf der „offiziellen Eröffnungsfeier“ der Theologischen Fakultät.

Eike, Collin und ich waren vorher noch bei Subway was essen, denn ich kam ja direkt von der Arbeit aus wieder zur Uni. Wir hatten uns extra etwas früher getroffen, damit wir auch „gute“ Sitzplätze bekommen… doch das war fast unnötig, denn die meisten kamen erst eine Viertelstunde vor dem Beginn.

Dass etwas anders war als sonst, hatten wir ja schon am Vormittag am bereits beschriebenen hektischen Treiben gemerkt. Auch am Abend wurde uns nun etwas geboten. Halteverbotsschilder in Kombination mit einem Polizeiwagen hatten dafür gesorgt, dass vor der Fakultät auch ja kein Wagen parken würde.Einige Studis hatten sich etxra in Schale geworfen, andere waren in gelben Aktion-T-Shirts gekommen, auf die sie „Wer Freiheit aufgibt um Sicherheit zu erlangen, wird am Ende beides verlieren“ hatten drucken lassen.Unterstützt wurde dieser charmante Protest durch ein Transparent, welches aus dem fünften Stock der Fakultät gehängt wurde. Dieses musste jedoch auf Drängen der Polizei abgenommen werden, auch wenn es nachher hieß, die Windverhältnisse seien zu ungünstig gewesen.Um Punkt 19.30 Uhr fuhr dann der Bundesinnenminister vor.Flankiert von Prof. Markschies, dem Präsidenten der HU, und dem Dekan Prof. Gräb rollte Dr. Schäuble dann in das Foyer der Fakultät.Kein Applaus. Gespannte Stimmung. Die Sicherheitsbeamten des BKA nahmen ihre Positionen ein.

Nun folgten neben einer musikalischen Begleitung eines Streicherquartetts die fünf Grußworte und anschließend dann auch die unspektakuläre Ansprache/Rede des Ministers.Einziges Highlight war die Ankündigung des Leiters der Technischen Abteilung der HU in seinem Grußwort, dass in den nächsten Wochen auf Grund des Protestes der Studenten nachträglich noch mehrere Steckdosen für den Laptop-Betrieb installiert werden.

Nach dem Ende des offiziellen Teils entschwand der Bundesminister so schnell wie er gekommen war, nicht aber ohne vorher von einer Vertreterin der Studenten das „Denkschreiben“ samt eines Aktionsbuttons in die Hand gedrückt zu bekommen.Anschließend fand dann im ersten Stock noch ein netter Empfang statt, bei dem ich wieder sehr nette Leute wie z.B. Kathrin oder Joanna kennenlernte und einige andere flüchtige Bekanntschaften vertiefte. Um kurz nach halb elf – urplötzlich waren nur noch fünf Leute übrig geblieben – wurden Kathrin und ich unauffällig auffällig gebeten, doch endlich zu gehen.

Autofahren – mehr als eine Leidenschaft!

Folgenden Beitrag wollte ich ja schon lange mal schreiben:

Autofahren ist geil! Es gibt (fast) nichts schöneres als in meinem Autochen, welches nun endlich wieder seine Sommerreifen mit den tollen Alufelgen drauf hat, durch die Stadt zu kurven und dabei Musik zu hören.

Was stört mich der Berufsverkehr, was der Regen, wenn ich doch in meinem treuen Autochen sitze und zuverlässig an mein Wunschziel gelange. Mit dem heutigen Tag hat der ‚Kleine‘ nun schon 31.000km hinter sich gebracht und schon so manche schöne wie auch traurige Situation mit mir miterlebt, denn auch wenn es mir schlecht geht, sietze ich mit Vorliebe allein in meinem Auto und höre Musik… und die Freisprecheinrichtung macht sogar eine gewisse Kommunikation möglich!

Ich liebe meine Auto! *gg* Würde es wohl nicht mehr hergeben. In zwei Wochen werden dann auch endlich die Kratzer vom „Lackdoctor“ ausgebessert. Dann ist mein Kleiner wieder ein schicker Stadtflitzer. 😉

Herausgeputzt

Am heutigen Abend wird die Theologische Fakultät offiziell eingeweiht. Das merkt man nicht nur an den vielen ausgehängten Einladungsschreiben der Uni, sondern auch am übertrieben hektischen Treiben in der Fakultät, welches nach dem Motto „Alles auf den letzten Drücker“ vorgeht:
Da wurde ein neues Zitat von Herrn Schleiermachen auf der gesamten Wandbreite angebracht, ein Podium wurde aufgebaut, die Böden gewaschen und poliert, gepolsterte Stühle angeliefert, die Toiletten bekamen heute sogar noch einen neuen Anstrich (!), das Rednerpult gewischt und die Höhenfunktion überprüft.

Ein irrer Aufwand. Warum ein höhenverstellbares Rednerpult? Ja ja… niemand geringeres als der Innenminister Dr. Wolfgang Schäuble wird heute Abend die Festrede halten! Sein Thema wird lauten: „Vom Sinn universitärer Theologie in einer globalisierten Welt“.

Los geht es um 19.30 Uhr in der Burgstraße 26. Meine Kamera und ich sind auch mit dabei… 😉

Moral

Letzte Woche haben Aila und ich uns im Kino „Spiderman 3“ angesehen. Ich fand den Film echt gut, vor allem, weil er aus meiner Sicht sogar eine moralische Botschaft hat!
Und darum geht´s: Peter Parker führt eine Beziehung mit Broadway-Schauspielerin Mary Jane Watson und glaubt sich bereit, ihr einen Heiratsantrag zu machen. Während Spider-Man sich allerdings großer Beliebtheit in der Bevölkerung New Yorks erfreut, wird Watson aufgrund schlechter Kritiken bereits nach ihrem ersten Auftritt gefeuert. Die Beziehung gerät ins Wanken, da sie diesen Rückschlag nur schwer verkraftet, Parker ihre Probleme aber nicht ernst genug nimmt und sich stattdessen von den Bürgern feiern lässt.
Spider-Man ist auf der Suche nach dem wahren Mörder seines Onkels und kommt bei der Suche zuerst nciht voran. So wächst auch seine Demotivation.

Eines Abends kommt nun Mary Jane zu ihm, um Peter ihre Hilfe anzubieten, doch er stößt sie mit den Worten „Spider-Man braucht keine Hilfe! Von niemandem! Ich schaffe das alleine“ von sich, woraufhin Mary Jane sehr verletzt ist. „Jeder braucht mal Hilfe. Auch ein Spider-Man! Man sollte nur nicht zu stolz sein, um diese Hilfe anzunehmen!“, entgegnet diese ihm.

Natürlich besinnt sich Spider-Man etwas später dann darauf und mit der Hilfe seines Freundes, geht er weiter auf die Jagd nach dem Mörder seines Onkels.
Zu viel will ich hier ja auch nicht verraten. Wichtig war mir dieser Dialog. In ihm steckt viel Wahrheit…

Et het noch immer jut jejangen

… ist angeblich das Lieblingsmotto der Kölner. Nun, irgendwie passt das auch ganz gut derzeit.

Wie bereits geschrieben, war ich am vergangenen Wochenende in Köln zur Vorbereitung des 31. Deutschen Evangelischen Kirchentages!
Los ging es am Hauptbahnhof mit dem ICE.


Köln ist eine tolle Stadt! Insbesondere der Kölner Dom ist ein beeindruckendes Bauwerk, nicht nur in der Nacht.
Die Vorbereitungstagung selber ist für Euch nicht so spannend und diejenigen unter Euch Lesern, die hoffen, von mir jetzt detailiert die aktuellen Planungsstände, Einsatzorte und Überraschungen etc. zu erfahren, muss ich enttäuschen. Denn diese Informationen wird es frühestens beim Vorbereitungstreffen geben.

Soviel kann ich schon sagen: es wird ein toller Kirchentag! Man kann sich fast alles erlaufen, es werden über 100.000 Dauerteilnehmende und weit über 4.700 Helfer erwartet!

Nachdem meine beiden Pankower Trixie und Christian am Samstag Morgen nachgekommen sind, fühlte ich mich dann auch nicht mehr so ganz allein in Köln, denn obwohl ich recht kontaktfreudig bin, fiel es mir am Freitag schwer, bei den Pfadfindern Anschluss zu finden. Das hat aber auch ein gutes, denn aus Langeweile bin ich mit meiner Kamera losgezogen und habe einige Schnappschüsse gemacht, an denen ich Euch nun teilhaben lassen kann. *gg*

Der Samstag war nun weitaus schöner als der Freitag. Ich habe meinen Einsatzort,meine Vorgesetztenund auch die anderen Gruppenleiter kennengelernt, mit denen ich dann zusammenarbeiten werde.Den Samstagabend haben Trixie, Christian und ich zusammen mit Christian aus Falkensee, Nicole aus Magedeburg und Philipp verbracht. Haben gemeinsam Kölsch getrunken und anschließend dann angetüdelt noch eine nüchterne und sehr gut spielende Isabelle zum Kickern herausgefordert… man das war ein Spaß.

Am Sonntag ging es dann wieder nach Hause und da ich eine Menge Schlaf nachzuholen hatte, verging die Zugfahrt wie im Fluge, insbesondere als Mary und ich feststellten, dass wir für knapp zehn Sekunden nur 500 Meter voneinander entfernt waren, denn der Zug fuhr durch ihr Städtchen… 😉

Köln ich komme!

Am morgigen Freitag werde ich nach der Uni mit dem ICE nach Köln aufbrechen.

Von Freitag bis Sonntag werden dann viele weitere Gruppenleiter der Helfersdienste über den Kirchentag, die aktuellen Planungen, Einsatzorte und solche Dinge informiert, lernen sich untereinander kennen, schauen sich die Messehallen und Einsatzorte an, damit jeder schon mal einen Überblick hat.

Das tollste ist, dass meine beiden Pankower Trixie und Christian ebenfalls zu diesem Wochenende nach Köln fahren und ich somit nicht ganz alleine dort bin.

Aso: ich habe meine Kamera dabei… 😉

Chancenlos

Ein toller Text, der zudem noch aktuell ganz gut passt:

Sie war die Kleine auf dem Schulhof,
der keiner Briefchen schreibt;
das zahnbespangte Lächeln,
das immer unerwidert bleibt;
dessen Name niemals fällt,
wenn man Sportmannschaften wählt;

Chancenlos

eine Schleife unter vielen,
dessen Knoten niemals hält;
dessen Brötchen eigentlich immer
auf die Butterseite fällt.
Damals hat sie dich gewollt,
mehr als alles auf der Welt.

Chancenlos

Das Leben spielt auf Zeit
bis es gewinnt;
grad‘ wenn du brüllst und schreist,
stellt es sich blind.
So viele Dinge
bekommt man erst dann,
wenn man sie nicht mehr gebrauchen kann.

Das Schicksal lacht dich aus,
voll Ironie,
es zieht dich rein und raus,
spielt Lotterie.
Ein dummer Teenager-Traum,
jetzt wird er wahr.
Warum erst jetzt
und nicht als sie 16 war?

Geschminkt am Freitagabend
allein bei sich zu Haus;
erfundene Begleiter
rufen an und führen sie aus,
eine die den ersten Kuss
mit ihrem Kissen üben muss.

Chancenlos

Du sagst, du kannst dich nicht erinnern,
hast sie damals übersehen
zwischen all den reichen Kindern
und den Schönheitsköniginnen;
damals hat sie dich geliebt,
mehr als alles was es gibt.

Chancenlos

Das Leben spielt auf Zeit
bis es gewinnt;
grad‘ wenn du brüllst und schreist,
stellt es sich blind.
So viele Dinge
bekommt man erst dann,
wenn man sie nicht mehr gebrauchen kann.

Das Schicksal lacht dich aus,
voll Ironie,
es zieht dich rein und raus,
spielt Lotterie.
Ein dummer Teenager-Traum,
jetzt wird er wahr.
Warum erst jetzt
und nicht als sie 16 war?

Jungfrau Maria?

Es ist mal wieder an der Zeit, Euch mit einem aktuellen theologischen Problem vertraut zu machen: die Jungfrau Maria!

In unseren heutigen Liwak-Show ging es nämlich genau um dieses Problem. Ausgangsposition ist ein Text den auch die „U-Boot-Christen“ (eine tolle Wortschöpfung!) kennen sollten, denn er wird Weihnachten immer vorgelesen: Jesaja 7, Vers 14. Klingelt´s? *g* Na gut, hier ist der Text:

„Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird
schwanger werden und einen Sohn gebären, und wird seinen Namen Immanuel heißen.“

Ja der Typ heißt nach Jesaja Immanuel, was „Gott ist mit uns“ heißt, aber darauf will ich nicht hinaus. Mir geht es um das Wort „Jungfrau“.
Im hebräischen Text steht das Wort „עלמה“ (al’mah), was an sich „junge Frau“ bedeutet und ein Mädchen bis zur Geburt ihres ersten Kindes bezeichnet. Es hat also nichts mit der sexuellen Jungfrau zu tun. Für die „klassische“ ‚Jungfrau‘ findet sich im hebräischen nämlich folgendes Wort „בתולה“ (b’tulah). Ist also die „Jungfrau Maria“, so wie wir sie heute verstehen ein schlichter Übersetzungsfehler?!

Der Kirchentag verbindet

(c) by helferkneipe.deBereits Anfang dieser Woche kam mir ein (für mich neues) Gesicht einer jungen Dame in der Fakultät irgendwie bekannt vor. Heute tauchte sie dann in der Augustin-Übung auf und weil es die erste Stunde war, mussten wir uns gegenseitig vorstellen. Da machte es „Klick“.

Es war Annegret, die ich 2005 über mitfahrgelegenheit.de mit zum Kirchentag genommen hatte! Zufälle gibt´s…